Neue Motorola-Chipfabrik startet später als geplant

Das US-Unternehmen Motorola verzögert wegen schlechter Konjunktur den Beginn der Massenfertigung in einer nagelneuen Chipfabrik in China um Monate.

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Das US-Unternehmen Motorola verzögert wegen schlechter Konjunktur den Beginn der Massenfertigung in einer nagelneuen Chipfabrik in China um Monate. Die im Jahre 2000 begonnenen und 1,9 Milliarden US-Dollar teuren Fertigungslinien in dem mittlerweile sieben Jahre alten Gebäude in Tianjin sind zur Fertigung von Halbleiterchips für die Kommunikation auf 200-mm-Wafern gedacht.

Der Branchendienst Semiconductor Business News zitiert einen Motorola-Sprecher, wonach die Massenproduktion der neuen Fab MOS17 nun im zweiten Halbjahr 2002 anlaufen soll. Motorola steckt tief in den roten Zahlen und quält sich zurzeit durch einen teuren Umstrukturierungsprozess. Allerdings ist Motorola nicht der einzige Chiphersteller, der es mit der Inbetriebnahme neuer Werke angesichts der Konjunkturflaute langsamer angehen lässt als geplant. Foundries wie UMC und TSMC haben im Laufe des letzten Jahres Kapazität abgebaut und ihre Investitionsplanungen soeben nach unten korrigiert, eine gemeinsame Fab von Infineon und UMC in Singapur scheint nicht gerade mit Hochdruck fertig gestellt zu werden. (ciw)