US-Börsenaufsicht untersucht Softwarefirma PurchasePro

Das US-amerikanische Unternehmen soll in angebliche Bilanzmachenschaften von AOL verstrickt sein.

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Die Untersuchungen im Fall der angeblichen dubiosen Bilanztechniken bei AOL weiten sich anscheinend aus. Die US-amerikanische Softwarefirma PurchasePro wird von der Wertpapier- und Börsenkommission SEC untersucht. Dies teilt PurchasePro in einer kurzen Erklärung mit. Das Unternehmen habe die SEC auch mit Informationen im Hinblick auf separate Untersuchungen bei anderen Firmen versorgt.

Ein Sprecher der Softwarefirma bestätigte der Wirtschaftsagentur Bloomberg, dass man eine SEC-Anfrage im Hinblick auf eine Transaktion mit America Online bekommen habe. Die Washington Post hatte im Juli berichtet, dass AOL seine Umsätze durch eine "unorthodoxe" Vereinbarung mit PurchasePro um 20,5 Millionen US-Dollar erhöht hatte. Die SEC untersucht auch die Buchführung von AOL Time Warner.

Die Behörden vermuten, dass es zu ungewöhnlichen Bilanzierungspraktiken gekommen sein könnte, nachdem beide Unternehmen 1999 eine Zusammenarbeit beschlossen hatten. PurchasePro richtete ein "Small-Business Resource Center" bei AOL und Netscape ein und bekam dafür prominente Werbeplätze zur Verfügung gestellt. (anw)