Apple gibt Entwickler-Software für FireWire frei [Update]
Im Kampf mit USB 2.0 um Marktanteile verschenkt Apple die zusammen mit der Firma Zayante eingekaufte Software zur Implementierung von FireWire.
Um mehr Hersteller von Peripherie-Geräten zum Einsatz von FireWire zu bewegen, will Apple angeblich eine kürzlich zusammen mit der Firma Zayante übernommene Spezialsoftware kostenlos abgeben. Damit soll möglichst vielen Entwicklern die einfachere Implementierung der Hochgeschwindigkeitsschnittstelle möglich werden, heißt es nach Berichten in US-Medien. Apple hatte die offiziell IEEE 1394 genannte Schnittstelle maßgeblich entwickelt und baut sie in alle Macs und den MP3-Player iPod ein. Die Konkurrenz aus dem PC-Lager setzt demgegenüber vermehrt auf USB 2.0. Die Schnittstelle überträgt brutto maximal 480 MBit/s, die ursprüngliche Spezifikation IEEE 1394 dagegen definiert bis 100 MBit/s, 1394a dann bis 400 MBit/s. Im Standard 1394b, der im April dieses Jahres verabschiedet wurde, kamen dann Brutto-Datenraten von 800 und 1600 MBit/s sowie grundsätzliche Unterstützung für 3200 MBit/s hinzu.
FireWire eignet sich auch zur Kommunikation zwischen Geräten ohne einen Computer und ist die Schnittstelle von Videokameras im DV-Standard (bei Sony läuft IEEE 1394 unter dem Markennamen iLink). Gegenüber USB 2.0 stellt FireWire bei Bedarf mehr Energie zur Verfügung und eignet sich auch zur Vernetzung ohne Hubs. Das von Intel entwickelte USB 2.0 lässt sich demgegenüber preiswerter in die Mainboards neuer PCs integrieren und soll vollständig kompatibel zum Vorgänger USB 1.1 sein.
Wer allerdings meint, ein USB-2.0-Gerät mit dem jetzt immer häufiger auftauchenden Siegel "Full Speed" sei schneller als unter USB 1.1, sitzt nur einem Marketing-Begriff auf: Lediglich das Prädikat "High Speed" lässt auf die Ausschöpfung der höheren Bandbreite des neuen Standards schließen. Mehr darüber bringt c't in der nächsten Ausgabe 17/2002 auf Seite 44. (jes)