Abschreibungen in Milliarden-Höhe bei Vivendi Universal erwartet

Bei der weltweit zweitgrößten Mediengruppe Vivendi Universal wird mit Abschreibungen in Höhe von mehreren Milliarden Euro für das zweite Quartal 2002 gerechnet.

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  • dpa

Bei der weltweit zweitgrößten Mediengruppe Vivendi Universal wird mit Abschreibungen in Höhe von mehreren Milliarden Euro für das zweite Quartal 2002 gerechnet. Der französische Medien- und Mischkonzern veröffentlicht an diesem Mittwoch die Zahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr. Die erwarteten neuerlichen Abschreibungen, von Branchenkennern auf etwa fünf Milliarden Euro geschätzt, seien Gesprächsthema an der Pariser Börse, berichtete die Wirtschaftszeitung La Tribune am Dienstag. Andere Spekulationen gehen sogar von bis zu zehn Milliarden Euro aus.

Die Mediengruppe wollte sich zu den Berichten nicht äußern. Die Zeitung hatte berichtet, die Abschreibungen resultierten vor allem aus den verringerten Vermögenswerten bei USA Networks, im Internet-Geschäft und beim Telekommunikations-Engagement des Konzerns in Marokko. Das Ergebnis des Konzerns werde dadurch in die roten Zahlen rutschen, erwarteten Marktanalysten in Paris. Die neue Vivendi-Führung wolle nach dem Abgang des bisherigen Chefs Jean-Marie Messier "den Zähler für gewisse Beteiligungen auf Null stellen", erläuterten sie.

Am Vortag hatte die Vivendi-Aktie in Paris um 5,29 Prozent auf 16,10 Euro nachgegeben. Analysten bezeichneten die Abschreibungen nach einem Bericht der Zeitung Figaro als nicht überraschend. Mit Spannung werde eher erwartet, mit welcher Strategie die neue Vivendi-Führung die Liquiditätsprobleme lösen wolle. (dpa) / (jk)