Umsatzschwund bei Marconi hält an
514 Millionen Pfund betrug der Umsatz beim britischen Telecom-AusrĂĽster in seinem zweiten Quartal, 64 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Der Umsatzrückgang bei Marconi geht weiter. Im seinem zweiten Quartal betrug der Umsatz des Telecom-Ausrüsters 514 Millionen Pfund (815 Millionen Euro), 64 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres und 13 Prozent weniger als im Vorquartal. Im Kerngeschäft, also vor allem mit Netzwerktechnik, betrug der Umsatz 482 Millionen Pfund (764 Millionen Euro), 40 Prozent weniger als im Vorjahr und 6 Prozent weniger um im Quartal zuvor, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Der Auftragseingang im Kerngeschäft lag im zweiten Quartal nach Unternehmensangaben bei 379 Millionen Pfund (601 Millionen Euro).
Der operative Verlust konnte im Kerngeschäft um 20 Prozent gegenüber dem ersten Quartal reduziert werden, heißt es weiter. Er dürfte damit unter 100 Millionen Pfund liegen. Eine genaue Verlustbilanz teilt Marconi nicht mit. Vor einem Jahr konnte Marconi einen kleinen Betriebsgewinn erwirtschaften. Durch den Abbau von 2000 Arbeitsplätzen fielen bis zum 30. September rund 100 Millionen Pfund (158 Millionen Euro) Restrukturierungskosten an. In den kommenden Monaten sollen weitere 4000 Arbeitsplätze wegfallen. Marconi hätte dann noch 15.000 Beschäftigte.
Der Konzern war durch nachlassende Investitionen der Netzbetreiber in arge Finanznot geraten und hatte daraufhin Entlassungen angekündigt. Seit Ende August ist der Rettungsplan fertig: Unter anderem sollte Marconi Schulden in Eigenkapital umwandeln. Das Unternehmen bleibt zu 99,5 Prozent in eigenem Besitz, die Altaktionäre bekommen somit von den Anteilen nur 0,5 Prozent. Die Restrukturierung sollen bis Ende Januar 2003 andauern. (anw)