Schulden trüben Quartalsergebnis von Computer Associates
Das auf Unternehmenssoftware für Netzwerke spezialisierte Unternehmen erzielt operativ Gewinne, weist wegen Sonderbelastungen aber Nettoverluste aus.
Das auf Firmensoftware spezialisierte Unternehmen Computer Associates (CA) hat für das zweite Quartal des laufenden Geschätsjahres einen Nettoverlust von 52 Millionen US-Dollar oder neun Cents je Aktie ausgewiesen. Gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutet dies eine Verringerung des Verlusts um 239 Millionen US-Dollar. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 772 Millionen US-Dollar.
Unter Ausschluss Abschreibungen und Sonderaufwendungen erwirtschaftete CA, das Schulden in Höhe von mehr als drei Milliarden US-Dollar angehäuft hat, einen operativen Gewinn von vier Cents je Aktie, und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die mit lediglich zwei Cents gerechnet hatten. Für das dritte Quartal prognostiziert Computer Associates Umsätze, die zwischen 770 und 790 Millionen US-Dollar liegen sollen. Der geplante operative Quartalsgewinn wird mit 4 bis 5 Cents je Aktie angegeben.
Computer Associates war Anfang des Jahres wegen des Verdachts der Bilanzfälschung in die Schlagzeilen geraten. Angeblich soll das Unternehmen Software-Umsätze in den vergangenen Jahren künstlich aufgebläht haben. Eine von PricewaterhouseCoopers durchgeführte Prüfung der Bilanzierungstechniken konnte für die untersuchten Zeiträume jedoch keine Verstöße feststellen. Zuvor hatte sich das fünftgrößte Software-Unternehmen der Welt erfolgreich gegen eine Übernahmeattacke des texanischen Milliardärs Sam Wyly gewehrt. (pmz)