Apple will angeblich sparen – in "bestimmten Teams"
Wirtschaftliche Verlangsamung und Lieferkettenprobleme betreffen nun auch die iPhone-Firma. Einem Bericht zufolge soll aber nicht konzernweit entlassen werden.
Blick auf Teile des Apple Park in Cupertino.
(Bild: Apple)
Apple plant fĂĽr das kommende Jahr mit einer Verlangsamung der Schaffung neuer Stellen und will zudem weniger Ausgeben. Das gilt allerdings aktuell nur fĂĽr "bestimmte Teams", schreibt die Finanznachrichtenagentur Bloomberg in einem Bericht, der am Montagabend erschienen ist. Damit will der iPhone-Konzern offenbar auf eine erwartete wirtschaftliche AbkĂĽhlung reagieren.
"Keine firmenweite Politik"
Apple wolle "vorsichtiger in unsicheren Zeiten" sein, hieß es weiter, um auf eine potenzielle Rezession vorbereitet zu sein. Die Sparmaßnahmen bei Ausgaben und Jobs seien aber "keine firmenweite Politik", entsprechend seien auch nicht alle Gruppen im Konzern betroffen. Apple sei weiterhin damit beschäftigt, einen "aggressiven Startplan" für das Jahr 2023 zu erarbeiten – das Jahr, in dem endlich das lange erwartete erste Mixed-Reality-Headset von Apple erscheinen soll. Nach der Apple Watch im Jahr 2015 wäre dies der Eintritt in die erste große neue Produktkategorie, die sich Apple leistet.
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Bislang hatte sich Apple noch recht optimistisch gegeben. Vor allem als problematisch galt, dass die Lieferkette in China aufgrund regelmäßiger "Zero COVID"-Lockdowns tangiert sein könnte – und Apple daher die Nachfrage nicht decken kann. Zuletzt hatte sich die Verfügbarkeit des neuen MacBook Air M2 rasant verschlechtert – ob aufgrund geringer Stückzahlen oder hoher Nachfrage ist jedoch unklar.
Apple-Aktie fällt
Weiteren durchgesickerten Details zufolge hat Apple vor, das Budget von bestimmten Bereichen, das für Forschung und Entwicklung vorgesehen ist, nicht zu erhöhen beziehungsweise sogar zu reduzieren. Gleiches gilt für die Personalausgaben. In einigen Teams werde die Zahl der Stellen im Budgetjahr 2023 nicht erhöht, obwohl dort normalerweise mit einem Plus von 5 bis 10 Prozent zu rechnen sei. Einige Rollen sollten gar nicht neu besetzt werden, wenn diese wegfallen. Apple hatte im Fiskaljahr 2021 insgesamt 22 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung gesteckt, ein Plus von 17 Prozent. Apple hatte zu Ende dieses Jahres 154.000 Mitarbeiter inklusive der großen Retail-Abteilung. Projekte wie das Mixed-Reality-Headset oder ein "Apple Car" werfen bislang kein Geld ab, weil an ihnen noch immer geforscht wird.
Der Bloomberg-Bericht über ein vorsichtigeres Vorgehen Apples sorgte am Montagabend für eine negative Entwicklung der Anteilsscheine an der US-Technologiebörse NASDAQ. Die Apple-Aktie fiel um 2,1 Prozent, das größte Minus seit drei Wochen – in einem insgesamt schlechten Marktumfeld. Seit Jahresbeginn war die Apple-Aktie um rund 17 Prozent zurückgegangen.
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(bsc)