Deutsches Elektroauto made in China
Bereits ab dem 9. September 2009 will der Automobilzulieferer Luis AG ein selbst entwickeltes viersitziges Elektroauto anbieten. Der Wagen wird in China von einem nicht genannten Hersteller produziert
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Hamburg, 7. September 2009 – Wer um Gottes Willen ist Luis? Wer sich fĂĽr Videosysteme als Rangierhilfe fĂĽr Wohnmobile und Nutzfahrzeuge interessiert, wird das vielleicht beantworten können, aber als Hersteller von Elektroautos ist das Ahrensburger UnterÂnehmen bisher nicht in Erscheinung getreten. Bereits ab dem 9. September 2009 will Luis ein „selbst entwickeltes“ viersitziges Elektroauto anbieten. Der Wagen wird in China von einem nicht genannten Hersteller produziert und von Luis bei der Endmontage in Ahrensburg bei Hamburg mit weiteren technischen Systemen versehen. Das Endprodukt nennt sich je nach Ausstattung „Luis free Basic“ oder „Luis free Comfort“ und ist ab 11.999 Euro zu haben.
Kleine Motoren, klassische Akkus
Vorangetrieben wird der Louis free von einem direkt ĂĽber der Hinterachse platzierten Elektromotor. Im Basic-Modell leistet er 5,5 kW (7 PS), die Comfort-Variante ist mit 8,5 kW (12 PS) etwas kräftiger – kurzzeitig soll er sogar 25 kW leisten können. Die HöchstgeschwindigÂkeit gibt der Hersteller mit elektronisch abgeregelten 60 km/h an (beim Comfort 80 km/h). Die Batterie kann an einer 230-Volt-HaushaltsÂsteckdose aufgeladen werden. Standardmäßig kommt ein Blei-Gel-Akku zum Einsatz, gegen einen herzhaften Aufpreis von 11.900 Euro kann man fĂĽr die Comfort-Variante (14.999 Euro) eine Lithium-Ionen-Batterie bestellen. Voll aufgeladen soll die „Bleivariante“ 120 bis 160 Kilometer weit kommen, die Version mit Lithium-Ionen-Akku bis zu 210 Kilometer. Bis sich der Aufpreis fĂĽr Li-Ion amortisiert, dĂĽrfte also ein Weilchen dauern, zumal der Strom ja so schön billig ist – je nach Stromanbieter kosten hundert Kilometer zwischen einem und zwei Euro, schreibt Luis.
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