Sistema signalisiert erneut Interesse an Infineon

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der russische Präsident Dmitri Medwedew würden bei ihrem Treffen im russischen Sotschi unter anderem auch über Sistemas Interesse an Infineon sprechen, heißt es in russischen Zeitungen.

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  • dpa

Der russische Mischkonzern Sistema hat sich erneut als möglicher Interessent für den Chiphersteller Infineon ins Gespräch gebracht. "Es gibt offensichtlich ein Interesse Russlands, zu kooperieren" sagte ein Infineon-Sprecher am Freitag auf Anfrage. Zuvor hatte die russische Zeitung Kommersant berichtet, die Russen seien an einem Anteil an Infineon oder einem Zusammenschluss interessiert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der russische Präsident Dmitri Medwedew würden bei ihrem Treffen im russischen Sotschi unter anderem auch über Sistemas Interesse an Infineon sprechen, schreibt die Zeitung. Im frühen Handel stieg der Infineon-Kurs um rund 4,4 Prozent "Die Gespräche finden auf rein politischer Ebene statt", sagte der Infineon-Sprecher. Es sei noch unklar, worum es konkret in diesen Gesprächen gehe. Von einem möglichen Zusammenschluss oder einer Zusammenarbeit zu sprechen sei falsch.

Bereits im Mai 2008 hatte Sistema-Chef Alexander Gontscharuk Interesse an Infineon bekundet. Bekannt geworden war Sistema vor allem durch den Versuch, bei der Deutschen Telekom einzusteigen. Aus dem Einstieg wurde aber ebenso nichts wie aus den bisherigen Avancen für Infineon.

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(dpa) / (jk)