Reportage vom E-Bike-Rennen

Auf der Isle of Man sind erstmalig Elektro-Motorräder zum Rennen gegeneinander angetreten. Dabei trafen völlig verschiedene Welten aufeinander.

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Es sind nur noch 15 Stunden bis zum Start, doch Peter Trevor ist keine Hektik anzumerken. Mit ruhigen Bewegungen schraubt er an einem Motorrad herum, das sich durch die mächtige Federgabel und Hinterradschwinge als reinrassige Rennmaschine ausweist. Doch der Bereich zwischen den Radaufhängungen erinnert eher an einen Serverschrank: Fingerdicke Kabel überziehen die gesamte Seitenfront und verbinden graue Kästchen miteinander.

Das Bike des britischen Evo-Teams, an dem Trevor noch so spät am Abend arbeitet, ist Vertreter einer Gattung, die es bis vor etwa kurzem noch gar nicht gab: Elektro-Rennmotorräder. Neben Evo sind noch vierzehn weitere Teams auf die Isle of Man gereist, um sich beim weltweit ersten Rennen für E-Bikes zu messen – dem "Time Trials Extreme Grand Prix" (TTXGP). Die Elektromotorräder werden jenen 60 Kilometer langen Rundkurs aus normalen Landstraßen in Angriff nehmen, auf dem seit 1911 die Tourist Trophy, das älteste und härteste Motorradrennen der Welt, stattfindet.

Technology Review war bei dem Rennen dabei und berichtet in einer ausführlichen Reportage vom TTXGP – und den Problemen und Triumphen, die die Teams hatten. Dass ausgerechnet auf der Isle of Man, im Mekka der Geschwindigkeit, die als eher gemächlich geltende elektrische Fahrweise ihre Premiere im Motorsport hat, ist nämlich kein Zufall. "Um genügend hochwertige Teilnehmer motivieren zu können, brauchte ich ein Rennen, bei dem es wirklich etwas bedeutet zu gewinnen", sagt Azhar Hussein, Londoner Geschäftsmann und Initiator.

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(bsc)