Halbleiterhersteller Infineon plant wieder Zukäufe
Der krisengeschüttelte Chiphersteller konnte sich dank guter Mobilfunkgeschäfte und geglückter Kapitalerhöhung erholen und plant für den Herbst sogar wieder Übernahmen.
Der Halbleiterkonzern Infineon plant nach Angaben der Wirtschaftswoche nach einer langen Durststrecke wieder Zukäufe. Dies gelte vor allem für das Geschäft mit Mobilfunkchips. Die Sparte setzte den Angaben zufolge im dritten Geschäftsquartal, das Ende Juni ablief, rund 251 Millionen Euro um und erwirtschaftete damit fast 30 Prozent des Konzernumsatzes. Zuletzt habe das Mobilgeschäft dank Kunden wie Apple, Nokia oder LG sogar schwarze Zahlen geschrieben. Deshalb müsste sich das Unternehmen verstärken. Das könnte Infineon im Herbst angehen, sei aus dem Umfeld des Aufsichtsrats zu erfahren. In der Infineon-Zentrale in München wollte man solche Pläne nicht kommentieren.
Anfang 2009 galt der krisengeschüttelte Chiphersteller noch als Pleitekandidat. Inzwischen habe ein eiserner Sparkurs und der Verkauf des Festnetzgeschäfts für 250 Millionen Euro im Juli zur Konsolidierung des Konzerns beigetragen. Die geglückte Kapitalerhöhung Anfang August werde die Kasse mit weiteren 725 Millionen Euro auffüllen. (dpa) / (vza)