China stellt ersten hybriden elektrischen Trolli-Lkw vor
China will seinen Schwerlastverkehr elektrifizieren. Dazu beziehen Elektro-Lkw ihren Strom aus Oberleitungen.
Der elektrische Trolli-Lkw kann den Strom aus der Oberleitung beziehen.
(Bild: CRRC)
Der chinesische Schienenfahrzeughersteller CRRC Limited hat einen hybriden, elektrisch betriebenen Lkw entwickelt, der seinen Strom wahlweise aus Batterien oder aus Oberleitungen beziehen kann – sofern die Straßen mit solchen ausgerüstet sind. Viel ist über das Fahrzeug allerdings nicht bekannt.
Der Lkw ist mit Batterien und einer Vorrichtung ausgestattet, um von Oberleitungen Strom abnehmen zu können. Das zur CRRC gehörende Unternehmen CRRC Zhuzhou Electric Locomotive Reserach Institute hatte das Fahrzeug auf einer mit Oberleitungen versehenen Strecke vorgeführt und getestet. Der Trolli-Lkw ist mit Batterien ausgestattet, die Energie für die Elektromotoren liefern. Eine andere Antriebsart besitzt der Truck offenbar nicht.
Unklar ist, ob das Fahrzeug die elektrische Energie direkt verwendet, um damit die Elektromotoren zu speisen. Oder ob das Fahrzeug die Abnehmer lediglich dazu benutzt, um Strom aufzunehmen und die Batterien damit zu laden.
Emissionen senken
Ähnliche Versuche finden bereits seit vier Jahren in Hessen auf einem Abschnitt der A5 sowie in Schleswig-Holstein auf der A1 und Baden-Württemberg statt. Hier kommen Lkw zum Einsatz, die automatisch den Stromabnehmer ausfahren, wenn sie auf Strecken mit Oberleitungen unterwegs sind. Darüber laden sie dann die Batterien auf und versorgen die Elektromotoren mit Strom.
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Das Ziel des chinesischen und des deutschen Ansatzes ist jedoch dasselbe: Beide sollen den Schwerlastverkehr elektrifizieren und CO₂-Emissionen im Transportwesen mindern. In China soll der Trolli-Lkw auf Bergbaugelände und auf Autobahnen eingesetzt werden.
(olb)