Fujitsu-Siemens freut sich über kleinen Gewinn
Das deutsch-japanische Joint Venture macht vergangenes Jahr 56 Millionen Euro, doch Umstrukturierungskosten von 52 Millionen Euro lassen vor Steuern nur vier Millionen Euro übrig.
Fujitsu-Siemens-Chef Adrian v. Hammerstein freut sich demonstrativ über einen erwarteten Vorsteuergewinn von vier Millionen Euro im Geschäftsjahr 2003. Auf der Jahres-Pressekonferenz des deutsch-japanischen Joint Ventures mit niederländischem Firmensitz betonte Hammerstein, dass man "stolz auf dieses Ergebnis" sei. "In einem miserablen Jahr für die IT-Industrie mit gravierenden Einbrüchen bei Umsätzen und Margen" habe man es geschafft, den Umsatz nahezu stabil zu halten. Fujitsu-Siemens (FSC) erwartet mit Ablauf des Geschäftsjahres Ende März einen Umsatz von 5,35 Milliarden Euro, etwas weniger als die 5,434 Milliarden Euro des Vorjahres. Diese relativ guten Zahlen zeichneten sich bereits im Januar ab.
Der operative Gewinn soll bei 56 Millionen Euro liegen, doch Umstrukturierungskosten von 52 Millionen Euro lassen vor Steuern nur vier Millionen Euro übrig. FSC hat im Geschäftsjahr 2002 375 Stellen abgebaut und will im nächsten Halbjahr nochmals 280 Mitarbeiter loswerden.
Bei den Produkten gibt es einige Neuerungen, etwa Desktop-Rechner für Firmen mit den kommenden neuen Intel-Chipsätzen. Doch vor allem die Segmente der Server und Mobilcomputer sollen weiter für stabile Umsätze sorgen. Außerdem konnte sich FSC in wichtigen regionalen Märkten stark verbessern, etwa in Frankreich, Großbritannien und auch Deutschland. Dabei waren offenbar vor allem die Amilo-Notebooks für Privatkunden echte Verkaufsschlager. Doch auch bei den Großkunden verzeichnet FSC Erfolge, etwa im Bereich Verwaltung oder bei der Lufthansa. (ciw)