Pekinger Internet-Cafes wegen SARS geschlossen
Alle Unterhaltungsstätten wurden geschlossen, um eine weitere Ausbreitung der Lungenseuche einzudämmen.
Die Behörden der Chinesischen Hauptstadt Peking haben heute alle Unterhaltungsstätten schließen lassen, um eine weitere Verbreitung der gefährlichen Lungenkrankheit SARS (Schweres Akutes Atemwegssyndrom) zu erschweren. Neben den Internet-Cafes sind auch Videospielhallen, Theater, Tanzsäle, Kinos und Karaoke-Bars von dieser Maßnahme betroffen. Die öffentlichen Büchereien wurden bereits am Freitag geschlossen.
Offiziell kamen ĂĽber das Wochenende in China bisher mehr als 300 Erkrankte und 16 Tote hinzu, allein in Peking -- dem momentanen Zentrum der Krankheit -- 239 Erkrankte und 14 Tote.
Taiwan meldete heute seinen ersten SARS-Toten, der sich offenbar in Hongkong angesteckt hatte. Die Regierung Taiwans verweigert Besuchern aus China die Einreise. Reisende aus Hongkong mit normalem Visum müssen sich zehn Tage lang in Quarantäne begeben. Gestern war bekannt geworden, dass auch die Computermesse Computex 2003 wegen SARS gefährdet ist. (jes)