Neuer Basismotor für den Audi A3

Wenig Hubraum, viel Leistung: Audi setzt nun auch beim Basis-A3 auf einen Turbo-Benziner. Das neue Aggregat holt aus nur 1,2 Liter Hubraum die gleiche Leistung wie bislang der 1,6-Liter-Motor

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Von
  • rhi
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Frankfurt/Main, 18. September 2009 – Beim Schielen auf die Elektromobilität geht vielleicht ein wenig unter, dass es auch im hier und jetzt Fortschritte bei der Effizienz von Antrieben gibt. Für den A3 hat Audi auf der IAA den 1.2 T angekündigt, die voerst kleinste Ausbaustufen der Downsizing-Motoren im Volkswagen-Konzern. Das erstaunlich kräftige Motörchen löst den bisherigen 1,6-Liter-Saugbenziner mit 102 PS ab.

Der 1.2 T holt mit Benzindirekteinspritzung und Turbolader 105 PS aus nur 1197 cm3 Hubraum. Mit etwa 300 cm3 pro Zylinder liegt er am unteren Rand dessen, was als sinnvoll gilt. Im Vergleich zu einem Dreizylinder bietet er aber die bessere Laufruhe. Dank eines Kurbelgehäuses aus Aluminium wiegt der Vierzylinder nur knapp 90 Kilogramm. Der Motor stemmt das maximale Drehmoment von 175 Nm bereits zwischen 1500 und 3500 Umdrehungen.

Neuer Basismotor für den Audi A3 (4 Bilder)

Audi stellt auf der IAA 2009 den neuen A3 1.2 T vor.

Zum Einsatz kommen laut Audi die gleichen Technologien wie bei den bereits bekannten TFSI-Aggregaten mit 1,8 und zwei Liter Hubraum. Auch hier hilft zum Beispiel die Direkteinspritzung dabei, trotz Turboaufladung eine hohe Verdichtung von 10,0 zu 1 nutzen zu können. Eine Nockenwelle genügt für die Betätigung der acht Ventile, doch dafür soll eine spezielle Einlassgeometrie dafür sorgen, per Dralleffekt für eine gute Füllung der Brennräume zu sorgen. Eine Common Rail-Anlage injiziert den Kraftstoff, bis 3000 U/min erfolgt in weiten Bereichen eine doppelte Einspritzung, welche die Verbrennung optimieren soll. Hinter dem Turbolader, der bis zu 0,9 bar relativen Ladedruck aufbaut, senkt ein von Wasser durchströmter Ladeluftkühler die Temperatur der Ansaugluft ab. Ein elektrisches Stellglied betätigt eine Wastegate-Klappe im Lader – der Ladedruck baut sich spontan auf, das senkt die Ladungswechselverluste.