Deutsche Autoindustrie sieht Indien als Zukunftsmarkt
- ssu
Zur schnellen Bewältigung der Wirtschaftskrise führt nach Überzeugung der deutschen Automobilindustrie kein Weg am Zukunftsmarkt Indien vorbei. "In Deutschland kommen auf 1000 Menschen 500 Autos. In Indien sind es erst 11 Fahrzeuge pro 1000 Menschen. Diese enorme wirtschaftliche Möglichkeit müssen wir nutzen", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann am 22. September während des Indien-Tages auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main. Für verstärkte wirtschaftliche Kooperation muss laut Wissmann eine Freihandelszone zwischen der EU und Indien entstehen. Darüber werde schon verhandelt.
Indiens Botschafter in Deutschland, Sudhir Vyas, kündigte an, Indien wolle bis 2016 von Platz 11 der weltweit größten Automobilhersteller auf Platz 7 aufrücken. Der Automobilsektor solle dann 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen und 25 Millionen Menschen direkt beschäftigen. Nach VDA-Angaben hat sich der Pkw-Absatz deutscher Marken in Indien im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Auch die Zulieferer hätten gute Chancen. Der Generaldirektor der deutsch-indischen Handelskammer, Bernhard Steinrücke, berichtete, dass beispielsweise am Bau des neuen Kleinwagens Tata Nano zwölf deutsche Firmen beteiligt seien. (dpa) / (ssu)