Dubai will Geld für Chipfabrik in zwei Raten abstottern

Das Emirat Dubai als Hauptinvestor der Chipfabrik in Frankfurt (Oder) will das ausstehende Eigenkapital von umgerechnet 244 Mio Euro in zwei Raten zahlen.

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  • dpa

Das Emirat Dubai als Hauptinvestor der Chipfabrik in Frankfurt (Oder) will das ausstehende Eigenkapital von umgerechnet 244 Mio Euro in zwei Raten zahlen. Das kündigte der Regierungsbeauftragte des Emirats, Mohammed al Zarouni, in einem Interview mit der "Märkischen Oderzeitung" in deren Ausgabe vom heutigen Samstag an. Ein Vertrag über die Aufstockung des Kapitals war am vergangenen Donnerstag in Potsdam unterschrieben worden.

"Die erste Rate – die Hälfte des Geldes – kommt fünf Tage nach Vertragsabschluss. Die nächste Rate wird fünf Monate danach gezahlt", erklärte al Zarouni. Der Chipfabrikbetreiber Communicant könne über das gesamte Eigenkapital verfügen. Die Fremdfinanzierung des Projekts in Höhe von 650 Millionen Dollar (entspricht derzeit gut 550 Mio Euro) sei mit dem Vertrag über die Sicherung des Eigenkapitals noch nicht hundertprozentig gesichert, räumte al Zarouni ein. Es stünden noch Entscheidungen an, denen aber nicht vorgegriffen werden solle.

Dem Emirat wurde eine Option eingeräumt, den Anteil des Landes Brandenburg von 38 Millionen Euro an der Chipfabrik zu übernehmen. Es solle später entschieden werden, wann die Option ausgeübt werde. Dubai habe ein Optionsrecht bis zum Börsengang von Communicant. Über den Bau einer Chipfabrik in dem Emirat werde marktbedingt entschieden. Vorgesehen ist, 18 Monate nach Produktionsbeginn in Frankfurt (Oder) die zweite Fabrik in Dubai zu bauen. Das 1,3 Milliarden-Dollar-Projekt "Chipfabrik" ist eines der wichtigsten Industrievorhaben in Ostdeutschland. Die Bauarbeiten sind seit Monaten unterbrochen. (dpa) / (psz)