Honda auf der Tokyo Motor Show 2009
Nachdem Honda auf der IAA 2009 fehlte, zeigen sich die Japaner auf der Tokyo Motor Show vom 24. Oktober bis 4. November 2009 besonders vielseitig. Und bei den Elektrofahrzeugen zitiert Honda die eigene Vergangenheit
- rhi
Tokio (Japan)/Offenbach, 1. Oktober 2009 – Nachdem Honda an der IAA 2009 nicht teilnahm, wird sich das Unternehmen rund vier Wochen später mit der größten Grundfläche eines Einzelausstellers auf der Tokyo Motor Show (24. Oktober bis 4. November 2009) präsentieren. Der Platz wird durchaus benötigt, denn die Bandbreite der Exponate ist vielfältig.
CR-Z und EV-N: Griff in die Geschichte
Eines der Highlights auf der Messe wird sicherlich das Honda CR-Z Concept 2009 sein. Die angehängte Jahreszahl macht deutlich, dass es sich hierbei um die seriennahe Weiterentwicklung der CR-Z-Studie von 2007 handelt. Erfreulicherweise wurde das Design nur behutsam geändert und erinnert an den Kompaktsportler CRX aus den 1980er-Jahren. Technisch ist der CR-Z als Hybrid ausgelegt, allerdings gibt Honda noch keine Details preis. Ab 2010 soll der flotte Flitzer zu kaufen sein. Ebenfalls auf den Retro-Zug springt der EV-N auf: Das batterieelektrische Pendlerfahrzeug erinnert formal stark an den N 600 von 1967. Auch hier gibt es technische Einzelheiten erst kurz vor der Messe.
Honda auf der Tokyo Motor Show 2009 (41 Bilder)

Honda zeigt in Tokio Mobilität für jeden Bereich, ganz links der wasserstoffbetriebene FCX Clarity.
Ungewöhnliche Lösungen
Auch im Zweiradbereich verbindet Honda die Vergangenheit mit der Moderne: In Tokio steht unter anderem das elektrische Motorrad EV-Cub, das an die Honda Cub erinnert. Das Urmodell mit Viertaktmotor kam 1958 auf den Markt und motorisiert bis heute vor allem in Asien die Massen. Aber Honda hat noch mehr anzubieten. Dazu zählen der an einen Elektrorollstuhl erinnernde EX-MONPAL und das elektrische Einrad U3-X. Bei Letzterem handelt es sich um ein kleines, unter zehn Kilogramm wiegendes Fahrzeug, auf welches sich der Fahrer setzt und rund eine Stunde am Stück umher fahren kann. Durch Verlagerung des Oberkörpers lassen sich Geschwindigkeit und Richtung des Einrads steuern. Von der Fußstütze aus kann der Boden leicht erreicht werden. Völlig ist das Radsystem, welches dem einzigen Rad freie Bewegungen in alle Richtungen ermöglicht. Außer dem Einsatz in den dicht besiedelten Metropolen Japans könnte das U3-X auch als Gehhilfe ältere Menschen dabei unterstützen, sich durch ihre Wohnung zu bewegen – auch in Japan altert die Gesellschaft. (rh)