Peoplesoft lehnt erhöhte Oracle-Offerte ab

Der Verwaltungsrat sieht das eigene Angebot in der Offerte immer noch unterbewertet.

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  • Torge Löding

Der Verwaltungsrat der US-Softwarefirma Peoplesoft hat auch die erhöhte Kaufofferte von Oracle in Höhe 6,3 Milliarden US-Dollar einstimmig zurückgewiesen. Auch dieses Angebot sei eine Unterbewertung des Unternehmens. Zudem halte Peoplesoft an der Übernahme von J.D. Edwards fest, hieß es weiter.

"Das Oracle-Angebot unterbewertet die Gesellschaft und ist nicht im besten Interesse der Peoplesoft-Aktionäre", zitiert die dpa Peoplesoft- Chef Craig Conway. Die Offerte enthalte viele Auflagen. Es sei mit erheblichen behördlichen Verzögerungen und Unsicherheiten zu rechnen, deshalb drohe das Angebot "unserem Geschäft schwerwiegende Schäden zuzufügen". Die Transaktion werde mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit untersagt, erklärte PeopleSoft. Die Gesellschaft verwies auch darauf, dass Oracle PeopleSoft-Produkte auslaufen lassen wolle. Dies werde dem Peoplesoft-Geschäft nicht wieder gutmachbare Schäden zufügen.

Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaats Connecticut hatte ein Kartellverfahren gegen Oracle eingeleitet. PeopleSoft und J.D. Edwards haben Oracle ebenfalls wegen Wettbewerbsverstößen verklagt. Oracle hat seinerseits eine Klage gegen PeopleSoft eingereicht. Analysten haben unterdessen erklärt, dass sie davon ausgehen, dass mindestens 53 Prozent der Belegschaft -- das sind mehr als 4300 Mitarbeiter -- bei Peoplesoft abgebaut werden würde, wenn Oracle sein Übernahmevorhaben in die Tat umsetzen könnte. (tol)