JDS Uniphase leidet unter schwachem Markt fĂĽr Photonik-Komponenten
Anfang 2001 hatte der Glasfaser- und Photonik-Spezialist noch rund 30.000 Angestellte, mittlerweile arbeiten nur noch 5.500 Beschäftige in dem Unternehmen.
Der Photonik-Spezialist JDS Uniphase leidet wie die meisten NetzwerkausrĂĽster unter der Krise der IP-Carrier und der InvestitionszurĂĽckhaltung der Telefonfirmen. Zwar reduzierte JDS Uniphase den Verlust massiv von 1,06 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal auf 61,6 Millionen US-Dollar im vierten Quartal; der Spezialist fĂĽr Komponenten optischer Netze musste aber auch mit einem UmsatzrĂĽckgang von 28 Prozent auf 160,6 Millionen US-Dollar leben. Dabei ging der Umsatz, im Unterschied etwa zum Konkurrenten Corning, auch gegenĂĽber dem Vorquartal zurĂĽck, als noch 166 Millionen US-Dollar Umsatz anfielen.
Ähnlich wie Corning, Nortel Networks oder Lucent leidet JDS Uniphase darunter, dass in den Zeiten des New-Economy-Booms von IP-Carriern und Telecom-Firmen Netzinfrastrukturen aufgebaut wurden, die nun in vielen Fällen nicht ausgelastet sind. Angesichts der Wirtschaftsflaute und der vorhandenen Netze halten sich nicht nur die Carrier, sondern auch die Unternehmen für ihre internen Netze mit weiteren Investitionen zurück. So ging denn auch der Umsatz allein in der Sparte "Communications Products Group", zu der vor allem Komponenten für Photonik gehören, um 44 Prozent auf 75,6 Millionen US-Dollar zurück. In der "Thin Film Products Group" (unter anderem Beschichtungen zur Lichtkontrolle oder Produkte für Displays) dagegen fiel der Umsatz nur um 3 Prozent.
Die Rückgänge bei den Verlusten führt JDS vor allem auf die Umstrukturierung des Unternehmens zurück: 1,2 Milliarden US-Dollar an jährlichen Kosten habe man bislang eingespart. Zur Restrukturierung gehörten allerdings auch Massenentlassungen; Anfang 2001 hatte JDS Uniphase noch rund 30.000 Angestellte, mittlerweile arbeiten noch 5.500 Beschäftige in dem Unternehmen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2004 erwartet JDS Uniphase nun einen Umsatz zwischen 145 und 155 Millionen US-Dollar; der Verlust vor Sonderfaktoren soll bei zwei bis drei US-Cent pro Aktie liegen. (jk)