Die nächsten Schritte für Mozillas Einzelanwendungen

Der Web-Browser Mozilla Firebird und der E-Mail-Client Mozilla Thunderbird sollen die komplexe Web-Suite ablösen; sie liegen nun in neuen Versionen für breite Beta-Tests vor.

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Von
  • Jürgen Kuri

Die Entwickler des Mozilla-Projekts bereiten mit der Version 1.5 Alpha entgegen den ursprünglichen Plänen der neuen Roadmap noch einmal eine Version der komplexen Web-Suite mit Browser, E-Mail- und Chat-Client, HTML-Editor und Entwicker-Toolkit vor. Parallel dazu machen die geplanten Einzelanwendungen für Web-Browser (Mozilla Firebird beziehungsweise Mozilla Browser) und E-Mail (Mozilla Thunderbird oder später Mozilla Mail) aber weitere Fortschritte. Sie sollen einmal, wohl mit der Ausgabe 1.6 von Mozilla, die zentralen Bestandteile und eigentlichen Enduser-Anwendungen des Mozilla-Projekts bilden.

Der Web-Browser Mozilla Firebird erreichte allerdings nicht den eigentlich schon lange erwarteten Versionsstand 0.7 -- die Programmierer legten mit Version 0.6.1 eine weitere Zwischenstufe ein, die vor allem Fehler korrigiert. Darunter sind auch zwei schwerwiegende Bugs beim Auto-Complete-Feature und bei der DOM-Sicherheit. Mozilla Firebird 0.6.1 gibt es als Binaries für Windows und Linux; die Ausgabe für Mac OS X soll in Kürze folgen, momentan ist für Apples System noch Version 0.6 aktuell.

Von der Mail-Anwendung Mozilla Thunderbird liegt nun die erste Ausgabe für den öffentlichen breiten Test vor -- Version 0.1, die erste milestone release, bringt beispielsweise wie die Mail-Komponenten der Mozilla-Suite einen Filter für Spam-Mails, will aber bei als Junk markierten HTML-Mails zusätzlich auch die Privatsphäre der Nutzer besser schützen, wenn sie Spam anzeigen lassen. Auch bietet die Anwendung einen Kontakt-Manager, vom Anwender konfigurierbare Tool-Bars und eine überarbeitete Bedienoberfläche. Eine komplette Übersicht über die bisherige Arbeit an Mozilla Thunderbird bieten die Entwickler auf ihren Webseiten; die wichtigsten Neuerungen finden sich in den Release-Notes. Die Mail-Anwendung gibt es als Binaries für Windows, Linux (GTK2 und XFT) und Mac OS X.

Zur Entwicklung bei Mozilla, der Mozilla-Foundation und der Zukunft von Netscape siehe auch: (jk)