Gartner prognostiziert Wachstum der IT-Ausgaben, warnt aber vor übereiltem Optimismus

2010 rechnen die Marktforscher wieder mit einem Anstieg der Investitionen in IT. Das Niveau des Vorjahres werde aber frühestens 2012 wieder erreicht. 2009 wird laut Gartner als das bisher "schlechteste Jahr der IT-Branche" enden.

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Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat seine ursprünglich deutlich negative Einschätzung zur Entwicklung des weltweiten PC-Marktes im laufenden Jahr inzwischen mehrfach revidiert. Nun prognostizieren die Analysten auch für die Geschäftsentwicklung der gesamten IT-Branche wieder positive Zahlen – zumindest im Hinblick auf das kommende Jahr. Auf 3,3 Billionen US-Dollar sollen die IT-Ausgaben 2010 anwachsen – gegenüber 2009 entspräche dies einem Plus von 3,3 Prozent.

Das laufende Jahr wird unterdessen – mit einem Umsatzminus von über fünf Prozent – als das bisher "schlechteste Jahr der IT-Branche" in die Geschichte eingehen, betont Peter Sondergaard, Senior Vice President und Global Head of Research bei Gartner. Im Unternehmensumfeld erwartet Sondergaard sogar einen Rückgang der IT-Ausgaben um fast sieben Prozent. Der Marktforscher warnt daher auch gleich vor übereiltem Optimismus, denn die Erholung des IT-Marktes werde nur schleppend verlaufen – frühestens 2012 rechnet Sondergaard mit einer Rückkehr zum Umsatzniveau aus dem vergangenen Jahr. Die Mehrheit der IT-Verantwortlichen in den Unternehmen werde 2010 zwar in Wachstum investieren, auf der anderen Seite aber versuchen, die Kosten und Risiken weiter zu senken. Über die Hälfte der Unternehmen wird nach Einschätzung von Gartner dabei auf unveränderte oder sogar geringere IT-Budgets bauen.

Insbesondere die Investitionszurückhaltung gewerblicher Kunden belastet die Entwicklung des Marktes für Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) auch hierzulande. Wie Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer heute bekannt gab, wird das Umsatzminus im laufenden Jahr voraussichtlich weniger als drei Prozent betragen. Für 2010 rechnet der Branchenverband mit einer "schwarzen Null".

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