Funknetzwerke: WPAN ergänzt WLAN und Bluetooth

Bluetooth verknüpft Handy und Headset, WLAN dagegen PCs miteinander. WPAN soll nun alles unter ein Dach bringen und gleich noch Musik und Film mittransportieren.

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Jüngst verabschiedete das amerikanische Normengremium IEEE einen neuen Standard für Funknetzwerke. Das Werk mit der sperrigen Bezeichnung 802.15.3 soll als WPAN (Wireless Personal Area Network) parallel zu schon etablierten Techniken wie Bluetooth und WLAN im lizenzfreien 2,4-GHz-Band arbeiten und sich nach Ansicht der Schöpfer mit Bruttodatenraten bis zu 55 MBit/s besonders für die Multimedia-Vernetzung im Heim eignen. Musik- und Filmvergnügen ohne Aussetzer soll dabei das Merkmal QoS (Quality of Service) sicherstellen, das einen Teil der verfügbaren Bandbreite des Funkkanals für solche Dienste reserviert.

Ein WPAN kann laut Standard bis zu 245 Geräte umfassen, die wenige Zentimeter nah beieinander liegen oder bis zu 100 Metern entfernt sind. Selbst bei so großer Distanz sollen noch 22 MBit/s brutto durch den Äther gehen, ohne dass andere existierende Funknetze wie Bluetooth oder WLAN gestört werden oder stören. Hochwertige Videoübertragung dürfte aber trotzdem nur über kürzere Distanzen möglich sein. Die QoS-Funktion soll dabei über Sendezeitzuteilung per Zeitschlitzen (TDMA, Time Division Multiple Access) sichergestellt sein. Lauscher und Schnorrsurfer bleiben dank optionaler AES-Verschlüsselung (Advanced Encryption Standard) mit 128 Bit aus dem eigenen Funknetz heraus. (ea)