Zwei Offerten für Unterhaltungssparten von Vivendi
Eine Investorengruppe unter Führung von Edgar Bronfman Jr. sowie die Liberty Media haben Offerten für die amerikanischen Unterhaltungssparten von Vivendi Universal abgegeben.
Eine Investorengruppe unter Führung von Edgar Bronfman Jr. sowie die Liberty Media haben Offerten für die amerikanischen Unterhaltungssparten von Vivendi Universal abgegeben, berichtete die New York Times. Bronfman jr. gehört zur mächtigen Erbenfamilie Bronfman, deren Seagram-Gruppe als Eigentümer von Universal mit Vivendi verschmolzen wurde. Die Familie ist mit 5 Prozent größter Einzelaktionär von Vivendi. Liberty Media ist der Medienkonzern von John Malone, der vor einiger Zeit mit dem Versuch, sechs regionale TV-Kabelgesellschaften von der Deutschen Telekom zu übernehmen, am Einspruch des Kartellamts scheiterte.
NBC, die Fernsehsparte von General Electric, habe zwar keine formelle Offerte gemacht, doch sei sie ebenfalls noch interessiert. Im Falle von NBC hätten sich die Diskussionen statt auf einen Kauf auf ein Joint Venture mit Vivendi konzentriert. Dabei würde NBC kein oder nur wenig Bargeld ausgeben.
Vivendi hatte den Montag als Stichtag für die Abgabe von Angeboten für diese Gebotsrunde festgelegt. Das französische Unternehmen nehme aber den Schlusstermin selbst nicht ernst, kommentierte die Zeitung, da man es mit dem Verkauf nicht mehr so dringend habe wie noch vor einem Jahr. Vivendi wolle 14 Milliarden US-Dollar für die US-Unterhaltungssparten haben. Die Bieter hätten sie im allgemeinen nur mit rund zwölf Milliarden Dollar bewertet. Zu der Vivendi Universal Entertainment gehören das Universal Pictures Filmstudio, das Universal-Fernsehstudio und Kabelfernsehkanäle wie USA Network und Sc-Fi Network. (jk)