Bericht: Vodafone muss mehr sparen
Bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen am Dienstag könnte der britische Mobilfunkkonzern sein Sparziel von 1 Milliarde Pfund auf bis zu 1,5 Milliarden ausweiten, berichtet die Financial Times.
Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone plant einem Zeitungsbericht zufolge weitere Sparmaßnahmen. Der Netzbetreiber werde mit der Bekanntgabe der Quartalszahlen am morgigen Dienstag eine neue Sparrunde einläuten, berichtet die Londoner Financial Times. Es sei damit zu rechnen, dass CEO Vittorio Colao das ursprünglich auf eine 1 Milliarde britische Pfund (1,12 Milliarden Euro) bis 2011 gesetzte Sparziel auf bis zu 1,5 Milliarden Pfund erweitern werde, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Analysten der Citibank. Damit wolle das Unternehmen dem Umsatzrückgang in nahezu allen europäischen Kerngeschäften entgegenwirken.
Vor einem Jahr hatte Vodafone das Milliarden-Sparprogramm wegen schwindender Serviceumsätze im Kerngeschäft angestoßen und seine Umsatzprognose gekappt. Im Zuge der Maßnahmen sollten in Großbritannien und Irland 650 Arbeitsplätze vernichtet werden. Zuletzt hatte die Vodafone Group zwar einen Umsatzzuwachs gemeldet, bereinigt um Übernahmen und Wechselkurseffekte geht der Serviceumsatz allerdings weiter zurück. Analysten rechnen für das erste Halbjahr 2009 nun mit einer – von Übernahmen und Wechselkurseffekten gestützten – Umsatzsteigerung von 8,3 Prozent auf 21,6 Milliarden Pfund und einem operativen Ergebnis (EBITDA) von rund 7,5 Milliarden Pfund. (vbr)