Verkehrswende: Klimaforschungsinstitut der TU Berlin fordert größere Anstrengung
Das Climate Change Center Berlin Brandenburg an der TU Berlin lobt das Sondervermögen der Regierung für mehr Klimaschutz, nennt es aber "nicht ausreichend".
Für das CCC zählt auch eine "aktive" Parkraumbewirtschaftung zu den Faktoren für eine Emissionsminderung, an denen noch nachgebessert werden sollte.
(Bild: diy13/Shutterstock.com)
- dpa
Das von CDU und SPD im Koalitionsvertrag vereinbarte Milliarden-Sondervermögen für mehr Klimaschutzmaßnahmen werten die Wissenschaftler am Climate Change Center Berlin Brandenburg als Zeichen dafür, dass die beiden Parteien das Thema CO₂-Verringerung ernst nehmen. Dieser Schwerpunkt sei ausdrücklich zu begrüßen, teilte das Institut der Technischen Universität (TU) Berlin heute mit. Ausreichend sei das aber nicht.
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70 Prozent Reduktion beim Verkehr nötig
"Die Zielsetzung ist angemessen, und die Maßnahmen werden den Klimaschutz vorantreiben", sagte der wissenschaftliche Koordinator des Wissenschaftszentrums, Felix Creutzig. "Es ist allerdings abzusehen, dass das Maßnahmenportfolio nicht ausreichen wird, das Ziel von 70 Prozent Reduktion der CO₂-Emissionen in absehbarer Zeit zu erreichen", so der Professor an der Technischen Universität (TU) Berlin.
Insbesondere im Verkehrsbereich seien weitere Instrumente wichtig, um die CO₂-Emissionen zu senken. "Dazu gehören aktiveres Parkraummanagement und höhere Preise auch für Anwohnerparkausweise oder die Ankündigung einer emissionsfreien Innenstadt", sagte Creutzig.
(fpi)