Vivendi mit Umsatzminus

Der französische Medienkonzern Vivendi Universal musste im dritten Quartal einen Umsatzrückgang um 59 Prozent auf 5,903 Milliarden Euro hinnehmen.

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Von
  • Boi Feddern

Der französische Medienkonzern Vivendi Universal musste im dritten Quartal einen Umsatzrückgang um 59 Prozent auf 5,903 Milliarden Euro hinnehmen. Hauptgrund hierfür seien die Verkäufe der Sparten Veolia Entertainment und Vivendi Universal Publishing und der damit verbundenen Umstrukturierungen gewesen. Außerdem konnte das Wachstum des Telekom-Sektors die Schwäche der Konkurrenzbereiche nicht ausgleichen.

Die Mobilfunksparte wuchs um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das dickste Minus verzeichnete der Geschäftsbereich Spiele mit einem Umsatzrückgang von 54 Prozent. Die Umsätze der Universal Music Group (UMG) lagen bei 1,1 Milliarden US-Dollar und damit um 16 Prozent niedriger als im vergangenen Jahr. Verantwortlich hierfür machte der Konzern schlechte Martkbedingungen und die ungünstige Währungsentwicklung zwischen Euro und US-Dollar. Im Oktober leitete Vivendi bereits den Verkauf seiner Tochter Vivendi Universal Entertainment (VUE). Nun kündigte der Medienkonzern außerdem den Verkauf seines europäischen Verlagsgeschäftes an.

FĂĽr das Gesamtjahr rechnet Vivendi Universal mit einem Zuwachs beim operativen Gewinn. AbzĂĽglich von Sonderausgaben will der Konzern wieder in die Gewinnzone zurĂĽckzukehren. Im Jahre 2002 hatte das Unternehmen mit 23,3 Milliarden Euro einen Rekordverlust in Frankreich eingefahren. (boi)