Steve Ballmer räumt Sicherheit höchste Priorität ein
Während seines Japan-Aufenthaltes hat der Microsoft-Chef zur Bekämpfung von Sicherheitsproblemen die Zusammenarbeit von Industrie und Regierungen gefordert.
Die japanische Waseda-Universität und Microsoft haben heute eine Vereinbarung für die Zusammenarbeit bei Trainingsprogrammen für Software-Entwickler unterzeichnet. Bei seiner Rede aus diesem Anlass rückte Microsoft-Chef Steve Ballmer vor 600 Studenten nach Medienberichen wie so oft in den vergangenen Monaten das Thema Sicherheit in den Mittelpunkt. Sicherheit wird auch einer der zentralen Punkte der Schulungsprogramme sein, die im kommenden April starten sollen. Details sollen noch ausgearbeitet werden.
In seiner Rede betonte Ballmer, Microsoft-Software sicherer zu machen, habe höchste Priorität und erwähnte in diesem Zusammenhang Angriffe durch schädliche Programme wie Code Red, Blaster oder Nimda. Die Probleme erforderten nicht nur den Einsatz von Kräften in der Industrie, sondern auch von Regierungsstellen. Ballmer will in dieser Woche eine von seinem Konzern geführte Industrie-Allianz vorstellen. Sie soll Maßnahmen vorschlagen, mit der Japan schneller auf Angriffe und Sicherheitslücken in der Software des Landes reagieren kann. Auch sind Treffen mit japanischen Regierungsvertretern vorgesehen.
Die japanische Regierung hat sich bislang noch nicht dazu entschließen können, an Microsofts Government Security Program teilzunehmen und in den Windows-Quellcode Einblick zu nehmen. Pläne der japanischen Regierung, zusammen mit Südkorea und China Microsoft-Alternativen zu entwickeln, haben heute etwas mehr Gestalt angenommen. IT-Verbände der drei Länder und Regierungsvertreter haben sich auf erste Schritte für den künftig verstärkten Einsatz von Open-Source-Software verständigt. (anw)