Wirtschaftsministerium: Für Brandenburger Chipfabrik fehlte Investor
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Frankfurt (Oder) will die Ausbildung der von der Liquidation der Communicant AG betroffenen 90 Lehrlinge absichern.
Die geplante Chipfabrik in Frankfurt (Oder) ist nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums am Fehlen eines Investors aus der Industrie gescheitert. "Das Entscheidende ist, dass es keinen unternehmerischen Investor gegeben hat", sagte eine Sprecherin am Freitag in Berlin. Dies sei der wesentliche Unterschied zur AMD-Chipfabrik in Dresden, die mit einer Bürgschaft unterstützt wird.
Eine Bürgschaft werde vergeben, wenn es zumindest die Möglichkeit eines unternehmerischen Erfolges gebe. Dies sei in Frankfurt nicht gesehen worden, sagte die Sprecherin. Das Wirtschaftsministerium bedauere das Scheitern. Man wolle weiterhin Projekte in der Region unterstützen. Diese müssten aber zukunftsfähig sein.
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Frankfurt (Oder) will die Ausbildung der von der stillen Liquidation der Communicant AG betroffenen 90 Lehrlinge absichern. "Gemeinsam mit dem Arbeitsamt wollen wir erreichen, dass die Lehrlinge ihre Ausbildung fortsetzen und abschließen können," sagte Ulrich Lehmann, Ausbildungsverantwortlicher der IHK Frankfurt am Freitag der dpa. Bereits am Donnerstag habe es darüber erste Gespräche mit dem Brandenburger Arbeitsministerium gegeben.
Die künftigen Mechatroniker und IT-Systemelektroniker würden mit ihren Berufsabschlüssen auch in anderen Unternehmen arbeiten können, sagte Lehmann. Die Ausbildung der speziell auf die Bedürfnisse der geplanten Frankfurter Chipfabrik ausgerichteten Mikrotechnologen müsse jedoch noch überarbeitet werden. Auch für diese Gruppe der Lehrlinge werde sich jedoch eine Lösung finden. Arbeitsplätze könne die Frankfurter IHK den künftigen Spezialisten nach ihrer Ausbildung vorerst jedoch nicht vermitteln. Mit ihrem Abschluss könnten sie künftig aber durchaus auch für die gerade im Bau befindliche Chipfabrik in Dresden geeignet sein, meinte Lehmann. (dpa) / (jk)