UMTS-Anbieter unter der Lupe

Bislang ist nicht entschieden, wie die Regulierungsbehörde mit eingezogenen Lizenzen verfahren wird.

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Von
  • Torge Löding

Ende des Jahres wird es ernst für die sechs Inhaber von UMTS-Mobilfunklizenzen in Deutschland. Denn dann müssen sie nachweisen, dass sie mit UMTS tatsächlich mindestens 25 Prozent Netzabdeckung erreichen. "Wir haben uns nun auf einen gemeinsamen Mess-Standard verständigt", so Harald Dörr, Sprecher der Regulierungsbehörde für Telekommunikation (RegTP), gegenüber heise online. Nach dem 31.12. werden die UMTS-Lizenzinhaber der Behörde dann ihre geografischen Daten vorlegen, anhand derer sie die Netzabdeckung belegen.

"Bei den 25 Prozent gibt es keinen Verhandlungsspielraum; Mitarbeiter der Regulierungsbehörde werden die Angaben der Netzbetreiber überprüfen", betonte Dörr. Jedem Anbieter, der die 25 Prozent nicht erreicht -- und das werden zumindest die beiden Lizenzinhaber Quam und Mobilcom sein -- drohe dann der Lizenzentzug, weil er gegen den Lizenzvertrag verstoßen habe.

Ins Reich der Spekulationen gehören unterdes noch alle Überlegungen dazu, wie die RegTP mit eingezogenen Lizenzen verfährt. "Bereits bei der Versteigerung im Jahr 2000 war klar, dass es im Jahr 2007 ein weiteres Frequenzspektrum geben wird und wir damit mehr Ressourcen für UMTS zur Verfügung haben", sagte Dörr. Dieses Frequenzspektrum könnte dann versteigert werden, eventuell gemeinsam mit den an die RegTP zurückgefallenen Lizenzen. "Das ist aber noch offen, denn bislang wurde dazu keine Entscheidung gefällt", stellte der Behördensprecher klar.

Noch bevor der Startschuss für UMTS in Deutschland fällt, sind zwei der Lizenzinhaber aus dem Rennen: Während sich Mobilcom auf seine Kernkompetenz als Mobilkfunk-Reseller konzentriert hat, zog sich Quam gänzlich vom Markt zurück. (tol)