NASA-Marsmission beflĂĽgelt Zukunftsphantasien
Der US-Präsident George W. Bush kündigte Rede zum Raumfahrtprogramm an.
US-Präsident Bush wird in der kommenden Woche in einer Rede seine Pläne für das zukünftige US-Raumfahrtprogramm unterbreiten. "Der Präsident hat die Regierung angewiesen, einen detaillierten Überblick über unsere Raumfahrtpläne zu erstellen, mit den Schwerpunkten und zukünftigen Aufgaben. Nächste Woche wird der Präsident sich näher dazu äußern," teilte Präsidentensprecher Scott McClellan mit, berichtet die New York Times.
Nach dem bisherigen Erfolg der Marsmission sind die Erwartungen hoch. Sollte nach 35 Jahren wieder eine Reise zum Mond geplant werden, so seien die Ziele vermutlich ganz andere. "Das wahre Ziel einer neuen Reise zum Mond ist, den Mars zu erreichen und das innere Sonnensystem zu erkunden," spekuliert Harold E. McCurdy, Experte im NASA-Management. Das verwundert wenig, denn die NASA ist daran interessiert, wieder eine langfristige Aufgabe zu bekommen. Das Space-Shuttle-Programm existiert bereits seit 20 Jahren; eine Nachfolge ist bisher nicht in Sicht. Nach dem Absturz der Raumfähre Columbia im Februar vergangenen Jahres war eine breite Diskussion über die Zukunft der NASA entstanden. Im abschließenden Untersuchungsbericht hieß es dann auch neben scharfer Kritik an der NASA selbst, der Raumfahrtagentur fehlten neue Aufgaben.
Trotz aller Begeisterung angesichts der bislang sehr erfolgreichen Marsmission der NASA und der daraus resultierenden hochfliegenden Hoffnungen erwarten selbst offizielle Stellen allerdings von der Rede nicht allzu viel Neues. Die New York Times zitiert einen Regierungsmitarbeiter, der eher eine breites Bekenntnis für zukünftige Aktivitäten erwarte und keinen detaillierten Zeitplan. Die Ankündigung sei eher ein Bemühen Bushs, mit langfristigen Visionen im Wahljahr über die Wirtschaftsmisere und die anhaltenden Probleme im Irak hinwegzutäuschen.
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