Bericht: Geheimdienst griff in Verkauf von Saab ein

vorlesen Druckansicht 1 Kommentar lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • ssu

Geheimdienstler haben nach Medienberichten eine russische Beteiligung beim Kauf des schwedischen Autoherstellers Saab verhindert. Die Stockholmer Wirtschaftszeitung Dagens Industri berichtete am 30. Januar, dass die US-Bundespolizei FBI auf Grund von Informationen aus dem schwedischen Geheimdienst Säpo den schon beschlossenen Verkauf von Saab durch General Motors (GM) an den kleinen niederländischen Sportwagenhersteller Spyker Cars Mitte Januar gestoppt habe. Die Firma, die seit dem Jahr 2000 einige Dutzend exklusiver Fahrzeuge pro Jahr fertigt, nutzt den Namen und das Firmenemblem eines niederländischen Unternehmens, das Anfang des 20. Jahrhunderts ebenfalls Autos und während des Ersten Weltkriegs auch Flugzeuge fertigte.

Ausschlaggebend seien Angaben über Verbindungen der russischen Finanzgruppe Antonow, einem Miteigner von Spyker, zur organisierten Kriminalität gewesen. Der Saab-Verkauf an das niederländische Unternehmen kam dann zwei Wochen später ohne Beteiligung Antonows doch noch zustande. Säpo habe dazu auch Informationen über ein Verbot von Investitionen der russischen Gruppe in Großbritannien durch die dortige Finanzaufsicht in die USA übermittelt. Schwedische Regierungsstellen wollten sich zu den Angaben der Zeitung nicht äußern. (dpa) / (ssu)