Die farbige Seite der Abwrackprämie

Während klassische Autofarben wie Silber und Schwarz wie schon in den Vorjahren weiter verlieren, konnten Rot und Weiß ihren Anteil kräftig ausbauen. Eine höhere Frauenquote machts möglich

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Hannover, 4. Februar 2010 – Wie das deutsche Lackinstitut am Donnerstag bekannt gab, lag der Anteil an rot oder weiß lackierten Neuwagen im vergangenen Jahr bei rund 20 Prozent, was fast einer Verdopplung der Zahlen gegenüber 2008 entspricht. Die klassischen Farben wie Silber, Grau (zusammen 32,5 Prozent) und Schwarz (27,6 Prozent) verloren, wie schon 2007 und 2008, weiter an Boden. Nur Blau, drittstärkste Farbe, konnte seine Position mit 13,6 Prozent in etwa halten.

Mit verantwortlich für diese Entwicklung dafür dürfte ein wesentlich größerer Frauenanteil unter den Neuwagenkäufern des Jahres 2009 gewesen sein. Michael Bross, Geschäftsführer des Deutschen Lackinstituts in Frankfurt erläutert: „Die Umweltprämie hat verhält­nis­mäßig viel mehr Frauen in die Autohäuser gelockt, als dies normalerweise der Fall ist. Ihr Anteil bei den Neuzulassungen hat sich im Verhältnis zu den Männern im Vergleich zu 2008 nahezu verdoppelt.“ Fast jedes siebte Auto, das auf eine Frau zugelassen wurde, war rot. Insgesamt war der Anteil der Farben Weiß, Rot und Blau mit 41,8 Prozent bei weiblichen Autokäuferinnen deutlich höher als bei männlichen Autokäufern. Doch eine zu bunte Mischung muss wohl niemand befürchten: Schließlich machten die drei am häufigsten verkauften Farben trotz Verlusten noch immer über 70 Prozent aller Neuwagenlackierungen aus.

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(mfz)