Oracle gegen Peoplesoft: die Schlammschlacht geht weiter

Kaum hat Oracle eigene Kandidaten für den Vorstand des übernahmebedrohten Mitbewerbers Peoplesoft nominiert, kontert dieser mit dem Vorwurf, diese seien nicht unabhängig.

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Von
  • Hans-Peter SchĂĽler

Kaum hat Oracle eigene Kandidaten für den Vorstand des übernahmebedrohten Mitbewerbers Peoplesoft offiziell nominiert, kontert dieser: Die Oracle-Nominees hätten sich nur gegen Bezahlung zur Wahl stellen lassen und seien im Übrigen über vertragliche Vereinbarungen an Oracle gebunden. Die nahe liegende Schlussfolgerung liefert die Presseinformation des ERP-Softwarehauses gleich mit: "Peoplesoft ist überzeugt davon, dass die Kandidaten von Larry Ellison nicht unabhängig sind [...]. Diese Voreingenommenheit wird zu Interessenkonflikten führen, wenn die Kandidaten in das Peoplesoft Board gewählt werden."

Ob die Unterstellung nun zutrifft oder nicht: Keiner der Kandidaten, darunter zwei Wirtschaftsprofessoren amerikanischer Hochschulen, dĂĽrfte die Nachricht von sich aus verbreitet haben. Peoplesoft hat sich indes trotz Nachfrage nicht darĂĽber ausgelassen, woher diese Information stammt. Angesichts des rĂĽden Umgangs, den die Streitparteien miteinander pflegen, muss man wohl auch den VorwĂĽrfen von PeopleSoft mit einer gewissen Skepsis gegenĂĽbertreten. (hps)