Microsoft soll Streaming-Patente von Emblaze verletzen

Nach Angabe der israelischen Firma Emblaze verletzt Microsofts "Smooth Streaming" eines ihrer Patente, das die Segmentierung von Multimedia-Inhalten in kleine Päckchen beschreibt. Im Dezember hatte Emblaze bereits Apples "HTTP Live Streaming" aufs Korn genommen.

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Die in Ra'anana (Israel) ansässige Firma Emblaze sieht ihr US-Patent 7,599,395 durch Microsofts Smooth-Streaming-Verfahren verletzt. Das von Emblaze im Jahr 2002 eingereichte und im vergangenen Jahr gewährte Patent beschreibt in allgemeiner Form eine Methode, bei der digitale Medieninhalte zwecks Streaming in einzelne Segmente aufgeteilt werden. Genau eine solche Segmentierung nutzt Microsoft, um beim "Smooth Streaming" dynamisch zwischen verschiedenen Qualitätsstufen wechseln und um Videoabschnitte direkt anspringen zu können.

Emblaze hat Microsoft auf die Patentverletzung hingewiesen und das Redmonder Unternehmen aufgefordert, ein Lizenzabkommen zu unterzeichnen. Emblaze hat Microsoft eine Antwortfrist bis zum 15. März eingeräumt.

Bereits am 2. Dezember hatte Emblaze Apple darauf hingewiesen, dass das in QuickTime X (Mac OS X 10.6) und ab iPhone OS 3.0 unterstĂĽtzte HTTP Live Streaming (PDF) das genannte Patent verletzt. Nachdem die damalige Antwortfrist bis zum 15. Dezember 2009 ohne Klageerhebung verstrich, scheinen Emblaze und Apple zumindest in Verhandlungen zu stehen.

Da andere Streaming-Anbieter ähnliche Verfahren nutzen, dürfte Emblaze früher oder später auch bei ihnen vorstellig werden. (vza)