Gebrauchtwagen: Preise fallen

Gebrauchte Autos sind im Vergleich zum Vorjahresmonat im Schnitt etwas günstiger geworden. Nur kleine Autos sind weiterhin sehr wertstabil.

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VW Polo

Kleinwagen wie der VW Polo (Test) sind vergleichsweise wertstabil.

(Bild: Pillau)

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Die Preise für Gebrauchtwagen sind in den vergangenen Jahren extrem gestiegen, doch eine Trendwende könnte bereits begonnen haben. Darauf deuten Daten des Marktbeobachters DAT hin. Im September 2023 lagen die prozentualen Restwerte dreijähriger Gebrauchtwagen demnach in den meisten Fahrzeugsegmenten nicht mehr so stark über den Vorjahreswerten wie noch im August oder Juli. "In einzelnen Segmenten fängt es an", heißt es von der DAT. Der Höhenflug der Preise aus 2021 und 2022 sei vorbei. Experten beobachten inzwischen ein auseinanderdriften der Angebots- und der Transaktionspreise. Während es in den vergangenen Jahren so gut wie keinen Rabatt gegeben habe, ändere sich das seit Jahresmitte wieder.

"Wir hatten in den letzten zwei Jahren eine enorme Mangellage", sagt ein Sprecher der DAT. Weil durch Corona und Materialmangel weniger Neuwagen gebaut wurden, fehlten in der Folge junge Gebrauchtwagen. Zudem wichen potenzielle Neuwagenkäufer teilweise auf Gebrauchte aus, was die Nachfrage erhöhte. Inzwischen habe sich die Lage geändert und die Höfe der Händler würden wieder voller. Hinzu komme: "Die Leute sind sehr zurückhaltend beim Autokauf und halten das Geld zusammen." Dazu passen auch jüngst von AutoScout24 veröffentlichte Beobachtungen, denen zufolge die Autos wieder länger auf den Höfen der Händler stehen.

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Dazu passt auch die große Ausnahme unter den Segmenten: Bei Kleinst- und Kleinwagen weist die Restwertkurve der DAT weiter klar nach oben. Ein typisches drei Jahre altes Auto aus diesen Segmenten wurde im September im Schnitt für 74,3 Prozent des Neupreises verkauft. Das sind 4 Prozent mehr als noch zu Jahresbeginn. Ein Grund dafür: Das Angebot ist derzeit eher klein. Die von der DAT erhobenen Restwerte fallen, bedingt durch die Systematik der Erhebung, typischerweise im Jahresverlauf leicht ab. Ein direkter Vergleich mit dem Vormonat ist daher nur bedingt aussagekräftig. Ein Vergleich mit dem Vorjahresmonat dagegen schon.

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(mfz)