Vernetze Welt in der Webciety
Die Verbindung von Print und Online, Daten in der Cloud und Googles Street-View-Dienst sind die Highlights der Sonderausstellung in Halle 6.
Die weltgrößte Computermesse CeBIT versucht sich auf neuen Wegen: Sonderschauen und neue Veranstaltungen wie die CeBIT Sounds! sollen das Interesse der Besucher wecken und sinkenden Aussteller- und Besucherzahlen entgegenwirken. Schwerpunkte setzt die Messegesellschaft etwa in Halle 6 mit der "Webciety" und dem Bereich "Internet und Mobile Solutions". Insgesamt 127 Aussteller präsentieren sich in diesen beiden Bereichen; die Messe gibt damit nach den Worten von Messe-Chef Ernst Raue "der Internet-Wirtschaft eine neue Heimat, die die Online-Welt ideal mit der Offline-Welt verbindet."
Einer der prominentesten Aussteller ist sicher der Internet-Gigant Google. Der Konzern will in der Webciety über seinen Dienst Street View informieren – wahrscheinlich auch, um damit die Bedenken deutscher Politiker zu zerstreuen. Die Speicherung persönlicher Daten im Web, neudeutsch neben anderem unter dem Begriff Cloud Computing gefasst, steht hingegen für Strato im Vordergrund. Der Webhoster stellt seine Online-Festplatte „HiDrive" vor, die sich wie eine im Rechner eingebaute Festplatte verhalten soll. Auch von internet-fähigen Mobilgeräten aus sollen die im Netz verschlüsselt abgelegten Daten erreichbar sein. Das kleinste Paket mit 100 GByte Speicher ist für 5 Euro monatlich erhältlich, weitere Pakete will Strato auf der CeBIT vorstellen. Weitere webbasierte Datenspeicher-Lösungen präsentiert Amazon; das Unternehmen ist wie Google erstmals auf der CeBIT vertreten.
Auch Twitter, Facebook & Co. sind ein Thema in Halle 6. Nach einer Untersuchung der Fachhochschule Mainz twittern bereits drei Viertel alle Dax-30-Unternehmen, zwei Drittel sind auf Youtube vertreten. Web-2.0-Tools für den Unternehmenseinsatz kommen etwa von Communardo: Mit Communote stellt das Dresdener Unternehmen eine Software für das Enterprise Microblogging vor. Am 3. März diskutieren zudem Vertreter aus Medien und Marketing zudem in der Webciety , wie sich Medienunternehmen im Web 2.0 präsentieren.
Die Veröffentlichung journalistischer Inhalte im Web übernehmen Content Management Systeme. Für Medien- und Marketing-Experten spielen crossmediale Vermarktungsstrategien eine immer größere Rolle. CMS-Hersteller wie Interred setzen auf die Verbindung von Print und Online und übertragen die Inhalte auch passend für Smartphones und E-Book-Reader. (ll)