Strand-Ufo: der Fornasari Racing Buggy
Fornasari kleckert nicht. So ist die neueste Kreation der italienischen Geländewagen-Spezialisten alles andere als unauffällig: Der Racing Buggy sieht aus, käme er mit Spezialeinheiten aus dem All
- Gregor Hebermehl
Montebello Vicentino (Italien), 18. März 2010 – Obwohl es Fornasari seit 1999 gibt, ist die Automobil-Manufaktur nur wenigen bekannt. Das Unternehmen betreibt auch nicht allzu viel Aufwand, Autofahrern den Mund wässrig zu machen, die sich die schrägen Produkte der Italiener letztlich ohnehin nicht leisten können. Einen sehr eigenwilligen Stil haben die Fornasaris immer, doch die neueste Kreatur, der Racing Buggy, könnte auch gut einem Science-Fiction-Film entsprungen sein.
Ecken und Kanten
Der Racing Buggy zeigt ungeniert seine Ecken und Kanten. Unter dem aggressiven Blech werkelt, wie immer bei Fornasari, viel Corvette-Technik. So sorgt eine Siebenliter-Maschine aus der Corvette Z06 für Vortrieb, die Italiener bringen das Aggregat auf eine Leistung von 610 PS und ein Drehmoment von 748 Nm. Damit braucht der Wagen 3,8 Sekunden von null auf 100 km/h, maximal soll das Gefährt in Felsen-Optik 280 km/h schnell sein – erst dann greift die elektronische Abregelung ein. Laut Hersteller wiegt der für fünf Personen ausgelegte Racing Buggy 1600 Kilogramm und gibt sich im Schnitt mit 12,5 Liter Super auf 100 Kilometer zufrieden.
Strand-Ufo: der Fornasari Racing Buggy (8 Bilder)

Hauptsache kantig: der Racing Buggy von Fornasari
Extrem steif
Der Racing Buggy ist natürlich auch für den harten Gelände-Einsatz geeignet, so Fornasari. Der Wagen wird durch eine rostfreie Stahlrohr-Konstruktion versteift, mehr als 450 Rohre sollen im Gelände-Renner verschweißt worden sein. Die 24 Zentimeter Federhöhe sorgt für genügend Reserve beim Strandpflügen. Trotz Frontmotor verspricht Fornasari für den mit zwei Scherentüren ausgerüsteten Wagen im beladenen Zustand eine optimale Gewichtsverteilung von 50:50 zwischen vorne und hinten. Geschaltet wird in dem 4,35 Meter langen, zwei Meter breiten und 1,72 Meter hohen Fahrzeug entweder über eine manuelle Sechsgang-Schaltung. Gegen Aufpreis gibt es auch eine Viergang-Automatik. Die Kraft wandert zu 60 Prozent an die Hinterräder. Als Bereifung stehen Pneus von 18 bis 23 Zoll zur Wahl, die Bremsen kommen standardmäßig von GM und auf Wunsch von Brembo. Ob der Wagen wirklich in Serie geht, ist noch nicht klar. (imp)