Microsoft will WTO gegen EU in Stellung bringen

Microsoft führt Gespräche mit der US-Regierung, um diese dazu zu bewegen, gegen die Strafe der EU-Kommission Beschwerde beim Schiedsgericht der WTO einzulegen.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Microsoft führt Gespräche mit der US-Regierung, um diese dazu zu bewegen, gegen die Strafe der EU-Kommission Beschwerde beim Schiedsgericht der WTO einzulegen. Das geht aus Äußerungen von Microsoft-Justitiar Brad Smith gegenüber dem Wall Street Journal hervor. Neben der geplanten Klage vor dem Europäischen Gerichtshof der ersten Instanz führe Microsoft Gespräche mit Regierungsvertretern über ein mögliches WTO-Verfahren, erklärte Smith.

Ende Februar hatte bereits der EU-Handelskommissar Pascal Lamy EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti zur Mäßigung in dem Fall aufgerufen, weil eine zu harte Strafe eine WTO-Vereinbarung zum internationalen Schutz des geistigen Eigentums (Trips-Vereinbarung) verletzen könnte. Laut Wall Street Journal zeigt sich die US-Regierung jedoch zögerlich, weil sie befürchtet, mit einer solchen Beschwerde einen Präzedenzfall zu schaffen.

Zu dem Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission gegen Microsoft siehe: (wst)

  • Mitteilung der EU-Kommission zum Abschluss der Untersuchung gegen Microsoft