Microsoft will WTO gegen EU in Stellung bringen
Microsoft führt Gespräche mit der US-Regierung, um diese dazu zu bewegen, gegen die Strafe der EU-Kommission Beschwerde beim Schiedsgericht der WTO einzulegen.
Microsoft führt Gespräche mit der US-Regierung, um diese dazu zu bewegen, gegen die Strafe der EU-Kommission Beschwerde beim Schiedsgericht der WTO einzulegen. Das geht aus Äußerungen von Microsoft-Justitiar Brad Smith gegenüber dem Wall Street Journal hervor. Neben der geplanten Klage vor dem Europäischen Gerichtshof der ersten Instanz führe Microsoft Gespräche mit Regierungsvertretern über ein mögliches WTO-Verfahren, erklärte Smith.
Ende Februar hatte bereits der EU-Handelskommissar Pascal Lamy EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti zur Mäßigung in dem Fall aufgerufen, weil eine zu harte Strafe eine WTO-Vereinbarung zum internationalen Schutz des geistigen Eigentums (Trips-Vereinbarung) verletzen könnte. Laut Wall Street Journal zeigt sich die US-Regierung jedoch zögerlich, weil sie befürchtet, mit einer solchen Beschwerde einen Präzedenzfall zu schaffen.
Zu dem Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission gegen Microsoft siehe: (wst)
- Mitteilung der EU-Kommission zum Abschluss der Untersuchung gegen Microsoft
- Microsoft will weiter mit der EU-Kommission verhandeln
- US-Politiker protestieren gegen EU-Strafe fĂĽr Microsoft
- Sun und RealNetworks begrĂĽĂźen EU-Entscheidung im Microsoft-Verfahren
- Microsoft: Entscheidung der EU-Kommission nicht im Sinne der Verbraucher
- EU-Kommission verfĂĽgt Geldstrafe und Produktauflagen gegen Microsoft
- Bei Microsoft kennt Mario Monti kein Pardon
- Microsoft als "starker Präzedenzfall" für die EU
- Verhandlungen zwischen Microsoft und EU-Kommission gescheitert
- EU-Kommission fordert von Microsoft Ende der Wettbewerbsbehinderung
- EU eröffnet neues Kartell-Verfahren gegen Microsoft
- EU eröffnet erstmals Wettbewerbsverfahren gegen Microsoft