Pagani C9 crasht auf der Autobahn
Der Pagani C9 soll Ende 2010 das Modell Zonda ablösen. Der italienische Super-Sportwagen-Hersteller testete ihn auf deutschen Autobahnen, das ging nicht gut
- Gregor Hebermehl
Stuttgart, 1. April 2010 – Der Pagani C9 soll Ende 2010 das Modell Zonda ablösen. Der italienische Super-Sportwagen-Hersteller ist mit dem C9 zu letzten Tests unterwegs – auf der deutschen Autobahn. Dort kann man teilweise ungestraft unbegrenzt schnell fahren, was für einen Pagani-Testfahrer ungemütlich endete.
Der Prototyp des C9 mit einen Wert von über einer Million Euro raste mit hoher Geschwindigkeit in der Nähe des Mercedes-Testcenters bei Stuttgart in die Mittelleitplanke. Vorder- und Hinterwagen des teuren Testfahrzeugs wurden bei dem Unfall stark beschädigt, aber die Fahrerkabine des Karbonrenners blieb weitgehend erhalten. Deshalb kam der Fahrer mit leichten Verletzungen davon.
Pagani C9 crasht auf der Autobahn (9 Bilder)

Teurer Haufen: Der Pagani-C9-Testwagen klebt in der Mittelleitplanke einer deutschen Autobahn.
C9 ab Ende 2010
Als Motor kommt im Pagani C9 ein 6,0-Liter-Zwölfzylinder von Mercedes-AMG zum Einsatz. 700 PS und ein Drehmoment von 1000 Nm versprechen eine gewaltige Performance. Damit wird der C9 ähnliche Fahrwerte erreichen wie der Zonda R, der 750 PS und ein Drehmoment von 710 Nm bietet. Im Vergleich zum Zonda soll der C9 ein vollkommen neues Auto hinsichtlich Gewichtsverteilung und Dynamik sein – über 3.770 Teile seien gegenüber dem Zonda neu. Die Karbonhaut des C9 spannt sich über ein Chassis aus Karbon und Titan, so Firmengründer Horacio Pagani in einem Interview.
Da der Schnellfahr-Wagen auch in den USA angeboten wird, erfüllt er alle US-Crashnormen und die strengen kalifornischen Abgas-Vorschriften. Ab Ende 2010 soll der C9 zu haben sein – von Preisen ab 900.000 Euro wird geredet, wir wissen es nicht. Als Jahresproduktion werden 40 C9 angepeilt. (imp)