Kodak hat auf das richtige Pferd gesetzt
Im ersten Quartal konnte der Fotospezialist den Umsatz im digitalen Bereich um 44 Prozent steigern, während der "traditionelle Umsatz" um 2 Prozent schrumpfte.
Die Digital-Strategie des US-amerikanischen Foto-Spezialisten Kodak scheint aufzugehen. Das Unternehmen konnte im vergangenen Quartal seinen Umsatz von 2,64 Milliarden US-Dollar aus dem ersten Quartal 2003 auf nun 2,92 Milliarden US-Dollar steigern. Unterm Strich bleibt ein Nettogewinn von 28 Millionen US-Dollar gegenĂĽber 12 Millionen US-Dollar vor einem Jahr. Allein der Umsatz der Sparte Digital & Film Imaging stieg von 1,798 Milliarden auf 1,931 Milliarden US-Dollar an.
Das Ergebnis zeige, dass Kodak auf dem richtigen Weg ist, meint CEO Daniel A. Carp. Der Umsatz im digitalen Bereich sei insgesamt um 44 Prozent angestiegen, während der "traditionelle Umsatz" um 2 Prozent zurückgegangen sei. Beide Bereiche hätten sich besser als erwartet entwickelt. Die in den vergangenen Monaten erworbenen Firmen entwickelten sich nach Plan. Außerdem werde Kodak mit Kosteneinsparungen fortfahren. Im Januar hieß es, Kodak wolle bis 2006 21 Prozent der Arbeitsplätze abbauen.
Im September 2003 hatte Kodak sein neues Geschäftsmodell vorgestellt, das eine weitgehende Abkehr von herkömmlichen Filmen beinhaltet. Mit einem "breiter aufgestellten Produktportfolio" will Kodak im Jahr 2006 einen Umsatz von 16 Milliarden US-Dollar generieren, in 2010 sollen es bereits 20 Milliarden sein. Dabei setzt Kodak auf Fotografie-Einnahmen aus drei Quellen: Endverbraucher, Medizin und professionelle Fotografie.
Für das laufende zweite Quartal erwartet Kodak einen operativen Gewinn von 55 bis 65 Cent pro Aktie. Im gesamten Geschäftsjahr soll dieser 2,15 bis 2,45 US-Dollar je Aktie betragen. Zuvor war das Unternehmen von 2,05 bis 2,35 US-Dollar Jahresgewinn je Aktie ausgegangen. (anw)