Magna entwickelt Elektroauto für Europa

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Von
  • Gernot Goppelt

Der kanadisch-österreichische Automobilzulieferer Magna wird Ende 2011 die Serienentwicklung für zwei Elektroautos übernehmen. Es handele sich dabei um den USA-Auftrag für den Ford Focus sowie um einen europäischen Hersteller, dessen Name noch nicht bekanntgegeben wird, sagte Othmar Peier von Magna E-Car Systems am Mittwoch in Graz. Der ehemalige Opel-Interessent Magna sei derzeit weltweit der einzige Zulieferer, der in der Lage sei, komplette E-Autoentwicklungen zu übernehmen, erklärte der Manager.

Die österreichische Zeitung Der Standard zitiert Peier mit den Worten, dass die Elektrifizierung der Automobilindustrie nicht zu stoppen sei. Bei Magna beschäftigten sich inzwischen 400 Mitarbeiter in Graz und Detroit nicht nur mit den entsprechenden Antriebssträngen, sondern auch mit der Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterie und einer neuen Fahrzeugarchitektur insgesamt: "Heute sind die Elektroautos großteils Konvertierungen. Das wird sich ändern, auch Richtung vorausschauender Energie- und Sicherheitsmanagements". Noch seien die Kosten von 600 bis 700 Euro pro kWh nicht konkurrenzfähig, weshalb es des Anschubes durch Förderungen und Vergünstigungen seitens der Politik bedürfe.

Ob die Serienentwicklung für den europäischen Produzenten in Österreich abgewickelt werden soll, war noch unklar. Peier sagte lediglich, Magna-Steyr in Graz sei gerüstet, einen solchen Auftrag zu übernehmen. Derzeit arbeiteten 400 Magna-Mitarbeiter in Graz und Detroit an der Entwicklung von vollelektrischen Personenfahrzeugen, hieß es weiter. (Mit Material der dpa) (ggo)