Begleitetes Fahren ab 17 wird dauerhaft eingeführt

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Berlin, 16. April 2010 – Das „Begleitete Fahren ab 17“ wird ab dem 1. Januar 2011 dauerhaft bundesweit eingeführt. Das berichtet die Welt in ihrer Ausgabe vom 16. April. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hätte eine bundesweite Regelung am Rande der Verkehrsministerkonferenz in Bremen zugesagt, so der hessische Verkehrsminister Dieter Posch (FDP). Der Modellversuch, der seit April 2004 läuft, sei in allen Bundesländern erfolgreich verlaufen, hieß es aus dem Verkehrsministerium dazu.

Bisher haben rund 380.000 Jugendliche das Angebot des begleiteten Fahrens angenommen, was einer Quote von etwa 25 Prozent entspricht. In Bayern liegt der Anteil bei 42 Prozent und damit bundesweit am höchsten. Einer Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zufolge verursachen die Teilnehmer 20 Prozent weniger Verkehrsdelikte und 22 Prozent weniger Unfälle im Vergleich zu Jugendlichen, die erst mit 18 Jahren Führerschein machen.

Niedersachsen hatte als erstes der 16 Bundesländer im April 2004 den Versuch gestartet, Jugendliche mit 17 Jahren in Begleitung Erwachsener ans Steuer zu lassen. Die Fahranfänger konnten mit 16,5 Jahren mit der Führerscheinausbildung beginnen. Die Begleitperson musste mindestens 30 Jahre alt und seit wenigstens 5 Jahren im Besitz eines eigenen Führerscheins sein. Im August 2005 waren zahlreiche Bundesländer dem Beispiel Niedersachsens gefolgt. (mfz)