YeZ – das Auto, das die Luft verbessert

Die SAIC-Studie YeZ ist ein ökologischer Tausendsassa. Sie soll nicht nur Strom für den Elektroantrieb aus Wind- und Sonnenkraft gewinnen, sondern sogar die Fotosynthese beherrschen

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Von
  • Gernot Goppelt
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Hannover, 20. April 2010 – Wenn diese Studie des chinesischen Autobauers SAIC einmal Realität werden sollte, bräuchten wir im Interesse der Umwelt viel mehr Autos. Das Elektroauto wurde im SAIC-GM Pavilion in Shanghai zum Anlass der Expo 2010 vorgestellt. Es erzeugt nicht nur selbst elektrische Energie, sondern säubert nebenbei sogar die Umgebungsluft.

Da wäre zunächst einmal das blattförmige Dach, in dem Solarzellen so angeordnet sind, dass sie sich dem jeweiligen Sonnenstand zuwenden können und Strom erzeugen. Dazu gibt es sichtbare "Venen", in die den Energiefluss visualisieren sollen. Noch ungewöhnlicher ist die Idee, dass die Räder Windkraft in elektrische Energie umsetzen können. Es keimen erste Bedenken auf, dabei ist das noch vergleichsweise harmlos.

YeZ – das Auto, das die Luft verbessert (7 Bilder)

Die Studie YeZ wurde in China vorgestellt.

(Alle Bilder: SAIC)

Denn die Karosserie des YeZ besteht aus einem MOF – einer metallorganischen Struktur, die dazu in der Lage sein soll, Kohlendioxid zu absorbieren. Indem es Grünpflanzen simuliert, "fängt" es CO2- und Wassermoleküle, setzt unter dem Einfluss von Mikroorganismen Elektronen frei und erzeugt so elektrischen Strom. Diese "Bio-Brennstoffzelle" lädt dann die Lithiumbatterie, die für den Antrieb vorgesehen ist.

Doch es wird noch besser, und jetzt hilft mangels Verständnis nur die vertrauensvolle, wörtliche Übersetzung der SAIC-Pressemitteilung: "Zudem kann sie (die Karosserie) per ´Laser Generator` das hoch konzentrierte CO2 in Strom für die Fahrzeugbeleuchtung umwandeln, welches während der photoelektrischen Umwandlung zu Strom abgegeben wird. Das erlaubt nicht nur ´null Emission`, sondern sogar ´negative Emission`. So wird die Luft gesäubert, der Treibhauseffekt wird verringert und die natürliche Umgebung verbessert". Ehrlich, im englischen Text steht auch nichts Anderes.