Mazda RX-8: Einzelkämpfer aus Überzeugung
Seite 3: Einzelkämpfer aus Überzeugung
Leider liegen die Gänge recht nah beieinander, dafür gefallen die kurzen Schaltwege. Das serienmäßige Bilstein-Sportfahrwerk gibt sich straff, in Verbindung mit der präzisen Lenkung kann der RX-8 exakt durch Landstraßenkurven gezirkelt werden. Auf der Autobahn erweist sich die Federung aber als zu hart, besonders auf Querfugen. Bei Geschwindigkeiten über 200 km/h stellten wir sogar ein leichtes Aufschaukeln des Vorderwagens fest. Auf der Langstrecke verspielt das Fahrwerk den Komfort-Bonus des gleichmäßig laufenden Wankel-Triebwerks.
Mazda RX-8: Einzelkämpfer aus Überzeugung (25 Bilder)

Mazda hat den RX-8 fit für die zweite Lebenshälfte gemacht.
Freund des Tankwarts
Der Wankel will getrieben werden, erst bei 5500 Umdrehungen liegt das bescheidene Drehmoment von 211 Nm an. Und trotz aller Fortschritte ist der Wankel kein Sparmotor: Mindestens 11 Liter Super gönnt er sich bei gemäßigter Fahrt, das Doppelte ist machbar. Wir kamen auf einen Durchschnittswert von 12,3 Liter auf 100 Kilometer. Trotzdem: Gemessen an der Leistung ist der Verbrauch eigentlich zu hoch. Ein weiterer Kostenfaktor ist alle 1000 Kilometer teures Leichtlauföl der Sorte 5W-30. Punkten kann der Kreiskolben-Mazda beim Preis: Er wird nur in der Ausstattung Sports-Line für 38.190 Euro angeboten. Diese lässt mit Xenon-Licht oder einer Klimaautomatik keine Wünsche offen, lediglich das erwähnte Navi fehlt, ebenso eine Sitzheizung. Doch in dieser Hinsicht herrscht Fehlanzeige: Extras werden nicht angeboten. Was soll´s, es fehlt nichts wirklich zum Wankel-Spaß und Alternativen gibt es ohnehin nicht.