Soft Skills im Fokus der 18. OOP in MĂĽnchen
Seite 3: Programm-Highlights II
Nieder mit IT, oder gar ein Schlaraffenland?
(Bild:Â Sigs-Datacom)
Am letzten Hauptkonferenztag sprang der bekannte Softwarearchitekt Gernot Starke für den erkrankten Thomas Stahl ein. Starke nahm seine Zuhörer in seinem Vortrag auf eine Reise mit in eine Fantasiewelt, die auf transparente Art und Weise das Zusammenspiel und die Abhängigkeiten der unterschiedlichen Rollen in der Softwareentwicklung verdeutlichte. Im Zentrum des Fantasiegebildes stellte Starke den Softwarearchitekten, der sich mit "Managissimos" und "Requies" in Gegenden wie Kundenia, Kostenia, Prograland, La Testa, Analytistan und Architektonien auseinander setzen müsse. Der Architekt ist für Starke mit einem Zehnkämpfer zu vergleichen, der extrem vielseitig sein und ein breites Sprektrum an Fähigkeiten mitbringen muss. (Lesern der iX mag das alles bekannt vorkommen. Sie finden Starkes Vortrag in Artikel-Form aus der iX 08/06 jetzt auch online.)
(Bild:Â Sigs-Datacom)
Wie in den Vorjahren war der IT-Stammtisch ein amüsanter Höhepunkt der OOP. Die Gesprächsrunde des Stammtisches, bestehend aus Linda Rising, Jutta Eckstein, Ralf Westphal, Clemens Utschig-Utschig und Moderator Nicolai Josuttis, setzte sich auf witzige Weise mit IT-Themen des vergangenen Jahres auseinander – so zum Beispiel Googles Browser Chrome, der Sperrung der deutschsprachigen Wikipedia durch den Politiker der Linken, Lutz Heilmann, und – nicht ganz ernstzunehmen – 'drailing' für 'drunken mailing' und Googles Funktion zur Drailing-Vorbeugung. Highlight der Podiumsdiskussion war der eingespielte YouTube-Beitrag "Nieder mit IT" der Kabarettisten Pigor und Eichhorn, der in über sieben Minuten nicht wenige Zuhörer zu spontanen Solidaritätsbekundungen anspornte.
Resumee
Die OOP im Jahre 2009 war eine angenehme und entspannte Konferenz, der mit der Fokussierung vor allem auf "weiche" Aspekte, aber auch mit vielen Projektmanagementvorträgen der Weg hin zu einer Veranstaltung für Projektleiter, Softwarearchitekten und niederem Management gelungen ist. Der "klassische" Softwareentwickler besucht womöglich eher andere Events. Im nächsten Jahr findet die Konferenz vom 25. bis 29. Januar statt. Man darf gespannt sein, welchen Schwerpunkt die Veranstalter dann präsentieren. (ane)