c't-Gehaltsumfrage 2008
Seite 9: Perspektiven
Für das Gros der Angestellten hat das Jahr 2008 Einkommenszuwachs geschaffen. Dabei hat die beginnende Wirtschaftskrise die Gehälter noch nicht erreicht. Das laufende Jahr im Blick haben wir nach den „weichen“ Angaben gefragt: Einschätzungen, Vergleiche mit anderen Berufen und Perspektiven. Im Vergleich zum Vorjahr traten kaum Unterschiede zutage.
Unter allen Teilnehmern gingen nur 4,7 Prozent davon aus, in einem anderen Beruf außerhalb der IT ein höheres Einkommen verdienen zu können. Gegenüber 2007 verschob sich die Einschätzung etwas hin zu den besseren Werten. So ist für 46,4 Prozent ein höheres Einkommen denkbar. 48,9 Prozent glauben, dass ihr Einkommen in anderen Berufen ebenso gut wäre. Die Gehaltszufriedenheit wurde nur mittelmäßig mit der Note 3,0 angegeben.
Ein Achtel wechselte im letzten Jahr den Arbeitgeber – ein Schritt, den sich immerhin weitere 41,7 Prozent gut vorstellen können. Separat gefragt haben wir nach einem möglichen Schritt in die Selbstständigkeit, der für 13,5 Prozent in Frage käme. Sogar der Anteil jener, die sich gerne ganz aus der IT verabschieden würden, ist mit 12,3 Prozent nicht zu verachten.
Dennoch äußerten die Teilnehmer im Mittel noch gute Aussichten für die Zukunft und bewerteten sie mit einer durchschnittlichen Note von 2,3. Ein überraschendes Ergebnis, wenn man die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten berücksichtigt: Angestellte IT-Fachleute in Deutschland sehen ihre wirtschaftliche Lage offensichtlich (noch?) nicht von Bankenpleiten, Vertrauensverlusten und Konkursmeldungen betroffen.
Zusammenfassend folgen hier noch die Grafiken, aus denen ersichtlich ist, welche IT-Fähigkeiten das höchste und welche das geringste Einkommen ermöglicht haben und eine grobe Übersicht der durchschnittlich gezahlten Jahresgehälter.
Literatur
[1] Daniel Apfelbaum, Wer verdient wie viel?, c't 6/08, S. 104,
[2] Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur fĂĽr Arbeit, abrufbar beim Statistischen Bundesamt: www.destatis.de
[3] Thomas BĂĽrkle, Claus Becher, Optimistisch trotz Finanzkrise, c't 1/09, S. 70 (axm)