Aschenbuddel
Besitzer Ă€lterer Dieselmodelle, die einen Partikelfilter nachgerĂŒstet haben, damit ihr Wagen eine grĂŒne Umweltplakette bekommt, mĂŒssen solche Probleme nicht fĂŒrchten, sagt Caasmann. âDie NachrĂŒstfilter sind anders aufgebaut als die serienmĂ€Ăig eingesetzten Filter. Sie können nicht vollstĂ€ndig verstopfen, haben aber auch einen weitaus geringeren Wirkungsgradâ, erklĂ€rt er. Ist ein NachrĂŒstfilter mit Asche gefĂŒllt, verschlechtern sich die Abgaswerte.
In Deutschland bieten inzwischen mehrere Dienstleister die Reinigung von Dieselpartikelfiltern an. Aber lĂ€ngst nicht alle seien seriös, warnen Caasmann und Graf vor allem vor auffĂ€llig gĂŒnstigen Offerten, gerade aus dem Ausland. Ab ungefĂ€hr 375 Euro aufwĂ€rts könnten Kunden professionelle Arbeit erwarten, nennt der GTĂ-Referent einen Richtwert. Im Vergleich zu Filtern in ErstausrĂŒsterqualitĂ€t ein SchnĂ€ppchen: âDie kosten je nach Automodell und Hersteller samt Einbau bis zu 4000 Euroâ, so Caasmann. Billig-Filter aus dem Internet seien keine Alternative zu den teuren Originalteilen. âDamit bekommen Sie nur Probleme.â
ZusÀtzlich muss die Motorsteuerung unterrichtet werden
Die Firma Barten in Wegberg und Exomission Umwelttechnik in Troisdorf zĂ€hlen beispielsweise zu den deutschen Anbietern, die fĂŒr die Filterreinigung weniger als 400 Euro verlangen. Beide Unternehmen kooperieren mit WerkstĂ€tten in der gesamten Republik, die den Filter aus dem Auto ausbauen, einschicken, nach der Reinigung wieder montieren - und danach auch die Motorsteuerung neu anlernen. âDas ist ganz entscheidendâ, betont ADAC-Mitarbeiter Graf. âEgal, ob ein aufbereiteter oder neuer RuĂpartikelfilter eingebaut wird: Das muss dem SteuergerĂ€t mitgeteilt werden, damit das Filtersystem wieder funktioniert.â FĂŒr Versand und Montage können zusĂ€tzliche Kosten entstehen.
Bei der Filterreinigung ist es wichtig, dass das Bauteil nicht geöffnet wird. Denn dabei könnte die feine Wabenstruktur im Filter oder die katalytische Beschichtung zerstört werden, erklĂ€rt Tanja Halfkann von der Firma Barten. Grundvoraussetzung fĂŒr die Aufbereitung: Der Filter darf keine VorschĂ€den wie Risse im Innenleben oder Löcher in der AuĂenhĂŒlle haben. âDann raten wir Kunden von der Reinigung abâ, sagt JĂŒrgen Frey von Exomission Umwelttechnik.