Chefdesigner Bangle verlässt nach 17 Jahren BMW

Seite 2: Chefdesigner Bangle verlässt nach 17 Jahren BMW

Inhaltsverzeichnis

Der Niederländer Hooydonk entwickelte seit 2004 mit seinem Team das Design des neuen 7er, des neuen Z4 und der Konzeptstudie „Progressive Activity Sedan“, die auf dem Genfer Auto-Salon vom 5. bis 15. März 2009 Weltpremiere feiern wird. Außerdem zeichnete er die viel beachteten Konzeptstudien Concept CS und M1 Hommage. 1997 schuf er für Mini das Show Car ACV 30.

Trotz seiner erfolgreichen Entwürfe hatten Kunden, Kollegen und Kritiker eine Menge an Bangles Entwürfen auszusetzen. Vor allem viele Heckansichten seiner Entwürfe erregen die Gemüter. Als Bangle-Bürzel wurde etwa der 7er-Abschluss verspottet. Noch schlimmer traf es den 1er: Er musste sich von manchen als „Hängebauchschwein“ titulieren lassen, was den Verkaufszahlen offenbar nicht schadete. Vor einigen Jahren gab es im World Wide Web sogar eine Unterschriftenpetition, die den sofortigen Rauswurf von Bangle bei BMW forderte. Ganz anders beurteilt dagegen die Jury der „Liste der zehn schönsten Autos aller Zeiten“ seine Arbeit. Das Komitee wählte den von Bangle designten BMW Z8 auf den sechsten Platz.

Eines ist Chris Bangle nicht mehr zu nehmen: Mit seiner hierzulande kontrovers aufgenommen Formensprache machte er das BMW-Design wohl international bekömmlicher, was beim 7er auch erklärtes Ziel war. Seine lange Tätigkeit für BMW spricht auch nicht dafür, dass der Münchner Autobauer mit seiner Arbeit unzufrieden war – 17 Jahre sind in der umtriebigen Designer-Branche eine ziemlich lange Zeit. (imp)