Golf GTI W12-650: Showcar mit 12-Zylinder-Mittelmotor

Seite 2: Golf GTI W12-650: Showcar mit 12-Zylinder-Mittelmotor

Inhaltsverzeichnis

Die Achsen wurden sieben Zentimeter weiter in die Karosserie geschoben; die Ausschnitte der Radhäuser und die gigantischen Radläufe werden so wie bei einem Coupé zu Bestandteilen der Schulterpartie. VW- Chefdesigner Klaus Bischoff: „Hinten ist das Showcar auf jeder Seite um 80 Millimeter breiter. Die Karosserie des GTI steckt das aber locker weg. Wir haben hier ja schon beim Serienmodell eine starke Schulterpartie. Die konnten wir wie bei einem Sportwagen noch stärker nach außen ziehen.“

70 Millimeter tiefer und 160 Millimeter breiter – wer die Unterschiede zur Serie in Breite und Höhe nachrechnet, kommt auf etwas andere Werte. Dies ist laut VW-Pressesprecher Christian Buhlmann auf die Einbeziehung der Außenspiegel beziehungsweise der Haifisch-Antenne zurückzuführen. Die Fans werden sich daran kaum stören. Für die ist wesentlicher, dass das Monster-Auto immer noch ein GTI bleibt. Aus diesem Grund wurden ansonsten möglichst viele Teile aus der Serie übernommen. Dazu gehören die Scheinwerfer, die aufgrund der breiten Seitenschweller neu aufgehängten Türen, die Fronthaube und die Rückleuchten.

„Unsere größte Herausforderung war es“, so Bischoff, „den Sechsliter-Mittelmotor mit ausreichend Luft zu versorgen, ohne dabei die Silhouette des GTI zu verwässern. Das stärkste Golf-Design-Element sind die C-Säulen. Genau an dieser Stelle brauchten wir aber Strömungskanäle für die Motor-Kühlluft. Deshalb wurden die C-Säulen kurzerhand so umfunktioniert, dass sie die Luft zum Motor leiten. Wir haben dabei einfach die hinteren Seitenscheiben nach innen laufen lassen. So entstanden zwischen den Scheiben und den C-Säulen links und rechts zwei Kanäle, durch die Luft zum Motor strömt. Den Rest holen wir uns vorn durch den riesigen Kühler und hier angeschlossene Kanäle sowie seitlich in den Lufteinlässen der Schweller.“